Pest, Cholera, Anthrax, seltene Zoonosen: Obama fädelte Bio-Labore in Ukraine ein

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Zur Erforschung hochgefährlicher Krankheitserreger

Pest, Cholera, Anthrax, seltene Zoonosen: Obama fädelte Bio-Labore in Ukraine ein

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Das russische Verteidigungsministerium veröffentlichte kürzlich Unterlagen über von den USA finanzierte Bio-Labore in der Ukraine, in denen man mit Pathogenen wie Pest, Milzbrand, Tularämie (seltene Zoonose), Cholera, etc. hantierte. Die Initiative für solche Labor in der Ukraine, in denen „besonders gefährliche Krankheitserreger“ bearbeitet werden sollten, kam übrigens vom früheren US-Präsident Barack Obama, damals noch Senator in Illinois. Dass es sie tatsächlich gibt, wurde nun auch von Victoria Nuland, Staatssekretärin für politische Angelegenheiten in der Biden-Regierung bestätigt.

Obama-Pläne existierten seit 2005

Auf der mittlerweile gelöschten, aber archivierten Webseite wird über die Eröffnung des „Interim Central Reference Laboratory in Odessa“ in der Ukraine im Jahr 2010 berichtet. Die Pläne dafür seien 2005 entstanden, als Senator Dick Lugar und der damalige Senator Barack Obama eine Partnerschaft mit ukrainischen Beamten eingingen. Lugar und Obama halfen in diesem Jahr auch bei der Koordinierung der Bemühungen zwischen US-amerikanischen und ukrainischen Forschern, um die Vogelgrippe zu untersuchen und angeblich zu verhindern.

Besagtes Labor der Hochrisiko-Schutzstufe 3 sollte sich auf die Erforschung gefährlicher Krankheitserreger konzentrieren, die von Bioterroristen verwendet werden. Etwa Anthrax, Tularämie (seltene Zoonose), Q-Fieber (bakterielle Infektion die Zoonose verursacht) und andere gefährliche Krankheitserreger. Odessa liegt am Schwarzen Meer, es gilt als wichtiges strategisches Ziel im aktuellen Ukraine-Russland-Krieg. Schon bald könnte die Stadt schwer umkämpft sein.

Labore in russisch umkämpften Städten

Laut eines Berichts ist die Einrichtung Teil des „Nunn-Lugar Cooperative Threat Reduction-Programms“ (CTR – Programm zum Bedrohungsabbau), das 1991 im Zuge des Zerfalls der Sowjetunion entstand. Auch ein Bericht der US-Akademie der Wissenschaften geht auf dieses Labor ein. Darin ist von einer Zusammenarbeit zwischen dem US-Verteidigungsministerium und dem Gesundheitsministerium der Ukraine die Rede, die mit einem Abkommen 2005 begann. Auch der ergänzende Bericht des „BioWeapons Prevention Project“, der das Biolabor-Netzwerk der Ukraine dokumentiert, geht sehr detailliert auf die Krankheitserreger ein, mit denen dort geforscht wurde.

Ebola und „Viren der Pathogenitätsgruppe II mittels virologischer, molekularer, serologischer und Express-Methoden“ gehörten zu den vom Labor untersuchten Erregern. (Seite 232 des Berichts von 2014) In der Übersicht findet man eine weitere Liste von Biolaboren in Kiew, Lemberg, Charkov, Sumy, Kherson, Dnepropetrowsk und Simferopol auf der Krim, die mittlerweile von Russland annektiert wurde. Einige dieser Städte stehen aktuell im Fokus der Russland-Angriffe.

US-Botschaft löscht Labor-Dokumente

Kurz nach Auftauchen der ersten Berichte über US-finanzierte Biolabore in der Ukraine, u.a. seitens der Nachrichtenagentur „RIA-Nowosti“ , löschte die US-Botschaft in Kiew über Nacht auf ihrer Webseite zugehörige Informationen. So etwa die Liste von PDF-Dokumenten, in denen die von den USA finanzierten Labore mit vielen Details samt Fördersummen aufgelistet waren. Sie wurden von diversen Medien archiviert. Man findet sie u.a. hier, hier oder hier.

US-Staatssekretärin gibt Labor-Existenz zu

Die Existenz solcher Biolabore in der Ukraine wurde jetzt auch von Victoria Nuland, Staatssekretärin für politische Angelegenheiten in der Biden-Regierung, sichtlich genervt, bestätigt. Auf die Frage des republikanischen Senators Marco Rubio (Florida), ob die Ukraine biologische oder chemische Waffen habe, sagte sie: Die Ukraine habe biologische Forschungszentren, und man sei sehr besorgt, dass russische Truppen diese einnehmen könnten. Man arbeite mit den ukrainischen Behörden zusammen, um zu verhindern, dass sie in russische Hände fallen.

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Nuland: Zentrale US-Rolle in Ukraine

Nuland ist ausgewiesene Russland- und Ukraine-Expertin. Sie war 2014 US-Spitzenvertreterin im Zuge der Maidan-Revolution in der Ukraine, zuständig für die Vergabe von US-Kreditgarantien in Höhe von 1 Mrd. US-Dollar und die Bereitstellung „nicht tödlicher Unterstützung“ für das ukrainische Militär und den Grenzschutz. Sie machte auch ihren Einfluss auf die nachfolgende Regierungsbildung geltend, was aus einem geleakten Telefonat mit dem damaligen US-Botschafter, Geoffrey Pyatt, hervorging und einen Skandal auslöste.

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