Skandalöse Pharmaverbindungen des Covid-19-Beraterstabes: Und immer wieder Pfizer

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Die Pharmaindustrie und Österreichs Experten - Teil 3

Skandalöse Pharmaverbindungen des Covid-19-Beraterstabes: Und immer wieder Pfizer

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Inhalt

Abgesehen von den Mitgliedern des Nationalen Impfgremiums und der Expertenkommission zur Bewertung der Impfpflicht sitzen auch im “Covid-19-Beraterstab” Regierungsexperten, die bedenkliche Verbindungen zur Pharmaindustrie haben. Massive Interessenkonflikte scheinen hier vorprogrammiert zu sein. Im dritten Teil der Wochenblick-Reihe „Die Pharmaindustrie und Österreichs Experten“ werden weitere derartige Verstrickungen des „Covid-19-Beraterstabes“ beleuchtet. Auch dieses Mal ist es der Firmenname Pfizer, der besonders hervorsticht.

Hier finden Sie Teil 1 und Teil 2 der aktuellen Wochenblick-Reihe und hier den Bericht zu den skandalösen Pharma-Verbindungen des Nationalen Impfgremiums.

Der „Covid-19-Beraterstab“ besteht aus 23 Mitgliedern. Der Vorsitzende ist Michael Binder, über dessen Verbindungen Wochenblick bereits in Teil 2 der Reihe berichtete. Im Folgenden werden die zweifelhaften Pharma-Verbindungen von Marton Széll, Florian Thalhammer und Peter Klimek genauer unter die Lupe genommen.

Der Menschenverachter: Marton Széll

Der Tropenmediziner Marton Széll sitzt abgesehen vom Covid-19-Beraterstab auch in der Corona-Kommission und im Nationalen Impfgremium. Széll verkehrt auch in der skandalösen Mediziner-Gruppe „Ärzte versus Covid-19“ auf Facebook, in der sich die „Ärzte“ u.a. darin übertreffen, sich abschätzig und verächtlich über Patienten im Allgemeinen und Ungestochene im Speziellen zu Wort zu melden (Wochenblick berichtete hier, hier, hier, hier und hier). Die Wochenblick-Aufdeckung dieser Facebook-Gruppe, auch Ärztekammer-Präsident Szekeres tummelte sich dort, gipfelte in einer parlamentarischen Anfrage durch die FPÖ.

In dieser ging es u.a. um Postings aus dieser Gruppe, in denen die Meldung von Nebenwirkungen diskutiert wurden. Einer der Ärzte berichtete über einen Patienten, der zwei Monate nach dem Stich mit Johnson & Johnson unter einer halbseitigen Gesichtslähmung litt. Der menschenverachtende Kommentar von Dr. Széll lautete, man solle die nächste “Impfung” auf der anderen Seite vornehmen, dann wäre das Gesicht wieder symmetrisch.

Széll für Kinderimpfung und AstraZeneca

Széll ist ausgesprochener Befürworter des Gentechnik-Experimentes an Kindern und findet den in manchen Ländern aufgrund tödlicher Nebenwirkungen verbotenen (wie beispielsweise Mitte April 21 in Norwegen) AstraZeneca-Impfstoff unbedenklich: „Wenn wir nur AstraZeneca hätten, gäbe es wahrscheinlich viel weniger Diskussionen“, sagte er im Mai des Vorjahres in einem Interview. AstraZeneca wäre immer noch besser, als sich nicht impfen zu lassen.

Laut Pfizer-Angaben kassierte er 2016 vom Pharma-Riesen 2.175 Euro an Tagungs- und Teilnahmegebühren sowie Reisekosten. Im Dezember 2021 hielt er gemeinsam mit Florian Thalhammer einen Vortrag über „COVID-19 Impfstoffe – MRNA vs Vektorimpfstoffe” beim „1. Österreichischen E-Impfkongress“, der von den Firmen Pfizer, Sanofi, Johnson & Johnson, Merck Sharp Dohme (MSD) und GlaxoSmithKline (GSK) gesponsert wurde.

Florian Thalhammer und Pfizer, Pfizer, Pfizer …

Der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin (OEGIT), Florian Thalhammer, ist auch Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Innere Medizin (ÖGIM) und seit 2019 einer von vier stellvertretenden Direktoren des AKH Wien. Abgesehen vom bereits erwähnten gemeinsamen Vortrag mit Széll hielt er 2014 gemeinsam mit Heinz Burgmann und Elisabeth Presterl einen Vortrag bei der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Antimikrobielle Chemotherapie. Die Veranstaltung wurde von Astellas Pharma, AstraZeneca, Astro-Pharma, bioMerieux Austria, Sandoz GmbH und Pfizer gesponsert. Der Name “Pfizer” taucht im Zusammenhang mit Thalhammer auffallend oft auf.

In einem wissenschaftlichen Paper aus 2014 (u.a. mit Günter Weiss) findet man bei den Angaben zu Interessenskonflikten: „In den letzten fünf Jahren wissenschaftliche Kooperationsprojekte (…) mit Astellas, Cubist, Merck Sharp Dohme und Pfizer.” Bei einer weiteren wissenschaftlichen Arbeit aus dem Jahr 2014 steht bei der Angabe von Interessenskonflikten: „Florian Thalhammer hat an nationalen und internationalen Advisory Boards von Astellas, Cubist, Angelini CSC und MSD teilgenommen sowie Vortragshonorare von Pfizer, AstraZeneca, Astellas, Sandoz und MSD erhalten.“

Einige weitere Pharma-Verbindungen von Thalhammer:

  • 2016 Vorträge „9. Salzburger Hygienetage“, gesponsert u.a. von ArjoHuntleigh GmbH, Pfizer Austria, Sanova Pharma, B. Braun Austria Ges.m.b.H.
  • 2017 Co-Autor von „Invasive Pilzinfektionen“, Angabe von Interessenskonflikten: Sponsoring von Fortbildungsveranstaltungen, uneingeschränkte Zuschüsse für Forschungsvorhaben, Vortragshonorare, Reiseunterstützung (2013–16) von AbbVie, Actavis, Angelini, Astellas, AstraZeneca, Basilea, MSD, Montavit, Novartis, Pfizer, Sandoz, Trommsdorf.
  • 2017 Presseaussendung zu „Die Pneumokokken-Saison steht vor der Tür“: „Mit freundlicher Unterstützung von Pfizer Corporation Austria Ges.m.b.H., Wien“
  • 2018 scheint Thalhammer als Mitglied der „Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V.“ auf. Eines der Mitglieder ist u.a. der Pfizer-Vertreter Dr. Christof von Eiff.
  • 2018 Wissenschaftliches Komitee, Kongresspräsident und Vortrag bei der 26. Jahrestagung Paul Ehrlich Institut: „Infektiologie Update“, gemeinsam mit OEGIT und Ärztekammer Wien, gesponsert u.a. von Merck Sharp Dohme (MSD), Novartis, Pfizer und Valneva.

Thalhammers Pharma-Verbindungen seit Corona

Auch während der Corona-Krise konnte sich Florian Thalhammer über finanzielle Zuwendungen seitens Big-Pharma freuen. So hielt er im Oktober 2020 einen Vortrag bei „Corona – what else? Nicht alles ist SARS-CoV-2“, der u.a. von AstroPharma, Pfizer, Axonlab, Biomedica, Merck Sharp Dohme und Gilead gesponsert wurde.

Im November 2020 war er Moderator und hielt einen Vortrag bei „Medizinische Kollateralschäden unter COVID-19“. Gesponsert wurde die Veranstaltung, auf der es auch einen Vortrag von Herwig Kollaritsch gab, von Merck Sharp Dohme und Pfizer. Im April 2021 nahm Thalhammer teil am „Virtuelles Bad Honnef Symposium“ der Paul-Ehrlich-Gesellschaft e.V., gesponsert von Pfizer, Merck Sharp Dohme und bioMérieux Deutschland. Im September 2021 war er im Programmkomitee und hielt einen Vortrag bei der 52. Jahrestagung der ÖGIM, gesponsert u.a. von AstraZeneca, Pfizer, Novartis und Boeringer Ingelheim (weitere ÖGIM Kongresse, immer in Programmkomitee und Vortragender, z.B. 2019).

Thalhammer nahm noch an zahlreichen weiteren Kongressen der OEGIT teil. Dabei war er als Präsident und Kongresssekretär involviert, die Kongresse werden stets von Pharmafirmen gesponsert. So z.B. 2017 11. Österreichischer Infektionskongress, gesponsert u.a. von Merck Sharp Dohme, Pfizer, Valneva und Roche; 14. Österreichischer Infektionskongress 2022, gesponsert u.a. von MSD, Valneva, Gilead, AstroPharma, Biomedica und Roche.

Der Modellrechner Peter Klimek

Der Physiker und Professor am Institut für Wissenschaft Komplexer Systeme an der Medizinischen Universität Wien, Peter Klimek, ist Mitglied im Complexity Science Hub Vienna (CSH) und im Obersten Sanitätsrat (OSR). Er ist Teil des Covid-Prognose-Konsortiums und war Wissenschaftler des Jahres 2021. Im Oktober 2021 wurde er mit dem “Paul-Watzlawick-Ehrenring” der Ärztekammer Wien ausgezeichnet.

Er war weiters „Kopf des Monats 02/2020“ im Magazin „PharmigInfo“, einer Zeitschrift des Verbandes der pharmazeutischen Industrie Österreichs. Er arbeitete 2021 am wissenschaftlichen Paper „A look into the future of the COVID-19 pandemic in Europe: an expert consultationmit, dessen Co-Autor Philippe Beutels von Pfizer bezahlt wurde.

Beraten diese Experten wirklich unbeeinflusst von ihren Pharma-Verbindungen?

Wie man sieht, sind die zweifelhaften Verbindungen der österreichischen Experten und Berater der Regierung zur Pharmaindustrie enorm zahlreich. Vor allem die extrem häufige Verbandelung mit Pfizer, dem Hersteller des nebenwirkungsreichen mRNA-Impfstoffes gegen Corona, ist auffallend und gibt zu denken. Beraten diese “Experten” wirklich sachlich neutral, oder lassen sie sich doch vom schnöden Mammon leiten und empfehlen deswegen die “Impfung”? Man beißt ja bekanntlich nicht die Hand, die einen füttert…

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