Zündeten im Streit Wohnwagen an: Raml fordert Schließung von Roma-Lager

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"Das muss endlich ein Ende haben!"

Zündeten im Streit Wohnwagen an: Raml fordert Schließung von Roma-Lager

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Der Durchreiseplatz für Roma und Sinti im oberösterreichischen Pichling scheint ein gesetzesfreier Raum zu sein. Der Eigentümer, die Linz AG, scheint hier randalierende Gruppen nach Lust und Laune agieren zu lassen, erklärte der FPÖ-Sicherheitsstadtrat Michael Raml gegenüber Wochenblick-Chefredakteurin Bernadette Conrads. Das Areal wird regelmäßig stark vermüllt, Sanitäranlagen werden aufgebrochen und zum Teil zerstört. In der Nacht auf Montag kam es nun zu einem Feuerwehreinsatz. Ein Reifen soll sich auf wundersame Weise selbst entzündet haben.

Problemgebiet seit Jahren

Der Linzer FPÖ-Vizebürgermeister Michael Raml erklärte im Wochenblick-Exklusivinterview, dass die Stadt Linz im Jahr 2009 aufgrund von EU-Vorgaben für Roma und Sinti einen Durchreiseplatz in der Nähe des Pichlinger Sees eingerichtet habe. Es gebe dort seit vielen Jahren immer wieder Probleme mit einigen Gruppen. Regelmäßig käme es vor, dass der Platz stark verschmutzt werde und die Sanitäreinrichtungen nicht nur stark verdreckt, sondern auch beschädigt würden, schildert Raml die furchtbaren Zustände. In der Nacht auf Montag sei die Lage allerdings endgültig eskaliert: Zwei rivalisierende Gruppen steckten einen Wohnwagen in Brand! Das sei der Gipfel der Frechheit, so Raml. “Für mich ist der Punkt an diesem Wochenende überschritten worden”, ärgert sich Raml, der die Schließung des Areals fordert. “Wer sein Gastrecht fortlaufend so mit Füßen tritt, der hat es verloren.”

Spontane Selbstentzündung eines Reifens?

Die freiwillige Feuerwehr Pichling musste ausrücken und konnte den Brand glücklicherweise auch rasch löschen. Die Begründung der Beteiligten vor Ort, wie es zu diesem Brand kam, dürfte auch die FF Pichling stutzig gemacht haben, wie ein Facebook-Posting zeigt. Ein Reifen soll sich angeblich spontan selbst entzündet haben.

Screenshot Facebook

„Der Platz muss sofort geschlossen werden“

Vorausgegangen soll der „Selbstentzündung des Reifens“ eine Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Familien-Clans sein. Der FP-Sicherheitsstadtrat Michael Raml will nun einen Schlussstrich in der Sache ziehen „Diese Menschen nutzen die Gastfreundschaft, die ihnen entgegengebracht wird, auf das Übelste aus. Das muss endlich ein Ende haben.” Raml fordere die Linz AG auf, den Platz sofort und endgültig zu schließen.

Umweltverschmutzung und untragbar chaotische Zustände

Stadtrat Raml schildert die extremen Zustände in der Anlage über die laufend von Anrainer und Spaziergängern berichtet wird. Die extreme Verunreinigung der Sanitäranlagen geschehe offenbar mit voller Absicht. Mehrfach würden manche hier ihre große Notdurft neben der Klo-Schüssel verrichten. Die Anlagen würden auch ständig beschädigt werden, teilweise würden auch einfach Waschmaschinen aufgestellt werden. Deren Abwasser würde einfach in die Wiese abgeleitet werden. Rund um den Pichlinger See bestehe aber ein Wasserschutzgebiet. Auch aus umweltpolitischer Sicht sei der Durchreiseplatz daher untragbar. „So kann es nicht weitergehen“, ärgert sich Raml und macht klar, dass ihm “als Sicherheitsstadtrat wie auch der Polize die Hände gebunden sind”, da das Areal im Privatbesitz der Linz-AG befinde. Solange der Eigentümer derartiges Verhalten dulde, sei ein Eingreifen hier nicht möglich. Seitens der Linz-AG-heißt es nur, man werde die Lage weiter beobachten und mit der zuständigen Abteilung der Stadt Linz das Gespräch suchen, wie eine Tageszeitung berichtet.

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