Unsere Leute: Werner Neubauer recherchiert nun im Linzer Dom

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Südtirol ist zweite Heimat des Linzer Freiheitlichen

Unsere Leute: Werner Neubauer recherchiert nun im Linzer Dom

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„Die Hälfte meines Lebens habe ich mich politisch betätigt“, sinniert der Linzer Freiheitliche Werner Neubauer beim Gespräch im Bahnhofslokal „People“, wo er anlässlich seines Ausscheidens aus dem Nationalrat im Oktober dieses Jahres eine Lebensbilanz zog und konstatierte: „Ich bereue nichts!“

Ein Beitrag von Kurt Guggenbichler

Ausgleich zur Politik

Zu den Ereignissen, die er nicht zu bereuen hat, gehört auch sein Wechsel als ehemaliges SPÖ-Mitglied zur FPÖ. Neubauer, der aus Feldkirchen an der Donau kommt, war damals noch Magistratsangestellter, der nebenbei die Matura machte. Später studierte er – ebenfalls nebenher – Kunstgeschichte an der Katholischen Privatuniversität. Sein Interesse für dieses Studium begründete er mit dem Hinweis,  dass er einen Ausgleich zur Politik haben wollte und auch brauchte. 2002 wechselte Neubauer dann vom Magistrat in einen Job bei der Landesregierung. Vier Jahre später zog er für die FPÖ in den Nationalrat ein, wo er sich schwerpunktmäßig um die Themen Südtirol, Soziales und Senioren kümmerte.

Der heute 63-jährige Neubauer ist ein ruhiger und unaufgeregter Gesprächspartner – Eigenschaften, die einem Freiheitlichen vielfach nicht zugetraut werden. Aber er kann durchaus auch kämpferisch sein, bleibt im Ton aber stets moderat. Auf seinen Einsatz und sein Engagement hin, so lässt sich Neubauer auf Nachfrage entlocken, habe er 2007 die doppelte Staatsbürgerschaft für die österreichische Minderheit in Südtirol angeleiert. Die Südtiroler haben sich dafür bedankt, indem sie Werner mit einer Mitgliedschaft in der Grieser Schützenkompanie „Major Josef Eisenstecken“ belohnten.

Viel unterwegs

Das freut Neubauer natürlich sehr, weil er auch privat viel Zeit in Südtirol verbringt und seine Rolle als Schützenkompanieangehöriger – wann immer es geht – auch aktiv wahrnimmt. „Ich bin mindestens acht Mal im Jahr in Südtirol“, sagt er mit leuchtenden Augen und nicht von ungefähr ist er auch Obmann des österreichischen Bergisel-Bundes. Zu seinen Lieblingsgegenden zählt der Linzer die Sextener Dolomiten, Bruneck, Kaltern und Salurn. „Meine Lieblingsstadt ist Brixen“, betont Neubauer nach kurzem Nachdenken, weil diese nicht nur schön gelegen, sondern auch kunstgeschichtlich  sehr interessant sei.

Auch was erreicht

Die Kunstgeschichte hat es Werner angetan. Denn in Linz recherchiert er zur Zeit eine Seminararbeit über die Rolle der Frauen in den Abbildungen im Neuen Dom. Darüber hinaus will er auch noch eine Doktorarbeit „über die imperialistischen Bauten in der Architektur“ schreiben. Bleibt da noch Zeit für Ehefrau Anita, mit der er seit 20 Jahren zusammen ist? Werner grinst und meint, diese hätte selbst nur noch wenig Zeit, weil sie als FPÖ-Abgeordnete im oberösterreichischen Landtag sitzt und sich dort vor allem mit Kultur beschäftige.

„Ich habe der Politik viel zu verdanken“, sinniert Neubauer abschließend und in seiner Eigenschaft als Politiker habe er auch versucht, für die Bevölkerung was zu erreichen. Besonders stolz ist er auch darauf, bei der Einführung der Mindestpension mitgewirkt zu haben, die ab 1. Jänner 2020 eingeführt wird.

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