Wunder von Laakirchen: Diese Fabrik überlebte auch unsichere Zeiten

Vor 150 Jahren gegründet

Wunder von Laakirchen: Diese Fabrik überlebte auch unsichere Zeiten

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Dass es die vor 150 Jahren in Laakirchen gegründete Papiererzeugung immer noch gibt, grenzt – wenn man die Geschichte des Unternehmens kennt – fast an ein Wunder. Dieses „Wunder“ wurde jetzt von den Mitarbeitern des Werks, den Gemeindevertretern und den Bürgern gefeiert.

Eine Reportage von Kurt Guggenbichler

Im Festzelt

„Sehen wir uns in 150 Jahren wieder?“ „Unbedingt!“, sagt lächelnd der 71jährige Papierindustrielle Alfred Heinzel mittags im Festzelt auf dem Werksgelände der Papierfabrik Laakirchen. Wenige Minuten zuvor hatte der Vorstandsvorsitzende der Heinzel-Firmengruppe auf offener Bühne noch Tränen der Rührung vergossen und festgestellt: „Alt bin ich geworden …“

Lieblingsbetrieb

Aber nicht diese Tatsache hatte seine Augen feucht werden lassen, sondern die ihm zuteil gewordene Ehrung durch den Laakirchner Bürgermeister Ing. Fritz Feichtinger (SPÖ), der Alfred Heinzel „an diesem Freudentag“ die Ehrenbürgerwürde verlieh, weil dieser „die Fabrik wieder in österreichische Hände gebracht hat.“ Wer weiß, ob man sonst das 150jährige Jubiläum hätte feiern können …

Darüber freut sich niemand mehr als der neue Ehrenbürger selbst, der an diesem Werk einen Narren gefressen hat, wie man so zu sagen pflegt. „Manchmal kommt Heinzel auch heute noch sonntags in den Betrieb und macht seine Runde“, bestätigt Geschäftsführer Thomas Welt die starke Bindung des Industriellen an das Laakirchner Unternehmen.

Einer der reichsten Österreicher

Heinzel, der zu den reichsten hundert Österreichern gehört, wohnt zwar auch in Wien, hat seinen Hauptwohnsitz aber nach wie vor in der Riedelmühle im Almtal, einer Gegend, die für den gebürtigen und weitgereisten Kärntner mittlerweile zur Heimat geworden ist.

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