Eine unfassbare Tat spielte sich in Marktredwitz im oberfränkischen Landkreis Wunsiedel ab. Bislang ohne erkennbaren Grund soll ein jugendlicher Iraker eine betagte Frau einfach umgebracht haben.

Am Sonntagmorgen fand eine Pflegekraft die leblose Pensionistin (92) in ihrer Wohnung. Weil ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden konnte, ermittelten Kriminalbeamten in der Sache. Und tatsächlich: Eine Obduktion ergab, dass die Frau durch eine massive Gewalteinwirkung auf ihren Kopf zu Tode kam. Dies berichtet das regionale Portal nordbayern.de.

Iraker verhielt sich auffällig

Nach der Einvernahme von Zeugen fiel der Verdacht schnell auf einen 17-jährigen irakischen Staatsangehörigen. Dieser war beobachtet worden, dass er gegen 22.20 vom Eingangsbereich des Wohnhauses der Pensionistin weglief.

Seine mutmaßliche kriminelle Tour hatte dort aber noch kein Ende. Denn unter dem Einfluss verschiedener Substanzen und Medikamente soll er mehrere Autos beschädigt haben. Dabei brüllte er offenbar wie von Sinnen herum.

Haftbefehl wegen Totschlags

Aufgrund seines gezeigten Gesamtzustandes war er daraufhin in ein Krankenhaus in der nahegelegenen Oberpfalz verbracht worden. Nachdem sich der Tatverdacht gegen den Iraker erhärtete, nahmen ihn die Behörden in der Krankenanstalt fest. Nach einem Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags befindet er sich inzwischen in Haft.