Etwa sechs Wochen nach dem unfassbar brutalen Antifa-Angriff auf den Daimler-Betriebsrat Andreas Ziegler konnten die Behörden erstmals Zählbares vorweisen.

Wie unter anderem Tag24 unter Berufung auf die Stuttgarter Nachrichten berichtet, gab es an zahlreichen Orten in Baden-Württemberg Hausdurchsuchungen in der linksextremen Szene. Die Razzien fanden in Stuttgart, Karlsruhe, Ludwigsburg, Remseck am Neckar (Kreis Ludwigsburg), Tübingen, Waiblingen und Fellbach (Rems-Murr-Kreis) statt. Dabei wurde ein 21-jähriger festgenommen, gegen ihn liegt ein Haftbefehl vor. Beschlagnahmt wurde mögliches Beweismaterial, dessen Auswertung steht allerdings noch aus.

Antifa-Mob fiel gewaltsam über Demo-Teilnehmer her

Der Vorwurf gegen den mutmaßlichen Linksextremisten lautet auf versuchten Totschlag. Insgesamt fiel am 16. Mai ein Antifa-Mob von 40 bis 50 Personen über drei wartende Teilnehmer einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen der deutschen Regierung her. Einen der Betroffenen verletzten sie dabei so schwer, dass dieser vier Wochen lang im Koma lag und weiterhin in intensivmedizinischer Behandlung ist. Die Lebensgefahr ist mittlerweile gebannt, allerdings wird von bleibenden Schäden ausgegangen.

Ursprünglich entkamen die Angreifer unerkannt, die Polizei tappte vorerst im Dunkeln. Dabei ermittelte man von Anfang an in Richtung eines politischen Motivs. Die Ermittler gehen weiter von einer gezielten Attacke aus. Der Schwerverletzte Andreas Ziegler (54) ist Mitglied der alternativen Gewerkschaft „Zentrum Automobil“, deren politische Richtung sich am patriotischen Spektrum orientiert. Nur Wochen zuvor entkam auch deren Obmann Oliver Herburger einem Antifa-Überfall glücklicherweise unversehrt.

Bestürzung und Solidarität über brutalen Angriff

Der Fall sorgte aufgrund seiner Brutalität weit über die Bundesländergrenzen hinaus für breites Entsetzen – aber auch für eine Welle der Solidarität. Ein Spendenaufruf von „Zentrum Automobil“ sammelte Gelder, die teilweise für Hinweise zur Ergreifung der Täter, aber auch für Behandlungskosten und zur Unterstützung der Familie des Geschädigten zur Verwendung kommen sollen. Dabei kamen bisher bereits über 50.000 Euro zusammen.

Stuttgart für rabiate linke Szene bekannt

Die baden-württembergische Hauptstadt kämpft seit Längerem mit einer gewaltbereiten linksextremen Szene. Alleine in den letzten acht Monaten gab es in Stuttgart nicht weniger als sieben schwere Angriffe auf Akteure aus dem patriotischen Milieu. Weitere traurige Bekanntheit erlangte das linksextreme Milieu auch durch dessen Beteiligung an den Ausschreitungen der vorwiegend migrantischen „Partyszene“ am vorletzten Wochenende – Wochenblick berichtete.