Mindestens siebenmal in den letzten Monaten sollen fünf Sintis abwechselnd über Mädchen aus Gelsenkirchen und Essen (Deutschland, Nordrhein-Westfalen) hergefallen sein, sie vergewaltigt und verhöhnten haben. Jetzt stehen die  Männer in Essen vor Gericht – einer von ihnen war bereits geständig!

Die mutmaßlichen Täter sind zwischen 16 und 23 Jahre alt. Vier Verdächtige sind bereits in Untersuchungshaft. Den Burschen wird Vergewaltigung, versuchte Vergewaltigung und sexuelle Nötigung vorgeworfen!

Per WhatsApp zur Vergewaltigung verabredet

Gegen einen 16-Jährigen, dessen Name und Aufenthaltsort der Polizei bekannt sind, werde ebenfalls ermittelt, aus Altersgründen liege aber kein Haftbefehl vor, wie aus Polizeikreisen bekannt wurde.

Auf dem Messenger-Dienst WhatsApp verabredeten sich die Burschen in einer geheimen Gruppe zu den Taten, prahlten mit den brutalen Taten und verhöhnten ihre Opfer.

Junge Männer täuschten Mädchen

Die mutmaßlichen Täter nutzten soziale Netzwerke oder Bekannte um die späteren Opfer zu kontaktieren. Zunächst habe sich immer nur ein junger Mann der Gruppe mit dem jeweiligen Mädchen getroffen, dann seien weitere junge Männer dazugekommen.

Stundenlang zum Sex gezwungen

Mit einem Auto sei man gemeinsam durch die Stadt gefahren, bevor es dann an abgeschiedenen Orten zu den brutalen Sex-Attacken gekommen sei. Dort musste das Opfer sein Smartphone abgeben und wurde über Stunden zum Sex gezwungen. „Die Mädchen sahen auch keinen anderen Ausweg, als das über sich ergehen zu lassen“, erklärte die Oberstaatsanwältin Andrea Milk von der Staatsanwaltschaft Essen.

Manche Mädchen wurden sogar geschlagen um sie gefügig zu machen. Immer seien nur vier junge Männer beteiligt gewesen – laut Medienberichten stritten sich die Burschen sogar, wer dieses Mal mitmachen dürfte.

Sinti-Dialekt als Geheimsprache

Der Polizei sind bisher nur drei, jeweils 16-jährige Opfer bekannt die selbstständig Anzeige erstatteten, man gehe aber von mindestens  sieben Opfern aus. Auffällig: Die Täter wurden anfänglich in allen Mainstream-Medien als Deutsche bezeichnet – selbst sehen sich die jungen Vergewaltiger aber als Sinti.

Bei den Straftaten sprachen sie die unter Roma und Sinti geläufige Sprache „Romani“, damit ihre Opfer sie nicht verstehen könnten. Zwei der Burschen waren bereits wegen Körperverletzungsdelikten polizeibekannt.