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Nach teils sehr gewalttätigen Attacken auf einen Linzer Infostand der rechten „Identitären Bewegung“ durch Linksextremisten ist die Empörung im Netz groß. Nach den Attacken, die diesen Mittwoch am Linzer Taubenmarkt stattfanden, empören sich einschlägige linksradikale Aktivisten in den sozialen Medien über die Berichterstattung der Polizei Oberösterreich. Denn diese hatte tatsächlich die Täter als „gewaltbereite Chaoten“ beschrieben!

Ein Kommentar von „wochenblick.at“-Chefredakteur Johannes Schüller

Linksextreme schäumen

Das ist schon mehr als befremdlich: Da attackieren Linksextremisten – zum Teil mit einer Eisenkette, Flaschen, Latten und Wurfgeschoßen bewaffnet – eine friedliche, genehmigte Kundgebung. Und auf Twitter fletschen einschlägige Nutzer ihre linkslinken Zähne. Sie empören sich jedoch nicht über die brutalen linksextremen Attacken, sondern über eine angeblich unpassende Berichterstattung der Polizei!

Stein des Anstoßes: Die Wortwahl „gewaltbereite Chaoten“. Ein geradezu noch harmloser Ausdruck angesichts der brutalen Attacken, die offensichtlich nur durch das Einschreiten der Polizei ausgebremst werden konnten. Zum Glück gab es keine Verletzten!

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Kritik an Polizei ohne Beweise

Auch das umstrittene, Überschneidungspunkte zum Linksradikalismus aufweisende Bündnis „Linz gegen Rechts“ attackiert jetzt öffentlich die Polizei.

„Nach ca. einer Stunde kam es zu einem Scharmützel, an dem aber lediglich eine Person beteiligt war. Die Polizei berichtet davon, dass ca. 40 Menschen die Identitären angegriffen hätten. Das ist schlichtweg unwahr. Auch waren zu keiner Zeit, in keinster Weise ‚Eisenstangen‘ im Einsatz, wie von der Polizei behauptet“, behauptet das Bündnis ohne Belege.

Video beweist Attacken

Ein Video von der brutalen Attacke spricht jedoch eine eindeutige Sprache. Dort wird ein Identitären-Mann gestoßen und mit einer Eisenkette massiv bedroht. Im Video sind zwei aggressive Linksextremisten zu sehen:

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Linksextreme als „AktivistInnen“?

Die teilweise die friedliche Kundgebung bepöbelnden Gegendemonstranten werden dagegen verharmlosend als „AktivistInnen“ beschrieben. Eine ausdrückliche Distanzierung von den brutalen Angriffen der Linksextremisten erachtet „Linz gegen Rechts“ in der Aussendung offenbar nicht als notwendig. Kein Einzelfall: Bereits nach einer linksextremen Attacke auf den freiheitlichen Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner verzichtete „Linz gegen Rechts“ auf eine ausdrückliche Distanzierung („Wochenblick“ berichtete).

Nach Linzer IS-Doppelmord: SPÖ will weniger Hetze gegen Minderheiten
Das Bündnis „Linz gegen Rechts“, das eindeutige Querverbindungen zum Linksradikalismus aufweist, wird unter anderem von der SPÖ Oberösterreich unterstützt. Im Bild: Die oberösterreichische SPÖ-Vorsitzende Birgit Gerstorfer.

Verbindungen zu SPÖ und Grünen

„Wir, als Bündnis ‚Linz gegen Rechts‘ zeigen uns solidarisch mit all jenen Antifaschistinnen und Antifaschisten, die heute auf die rechtsextreme Ideologie der ‚Identitären Bewegung‘ aufmerksam gemacht haben. Unser Verständnis von antifaschistischen Protesten ist und war immer friedlich, alles andere würde von unseren Zielen und Forderungen ablenken“, heißt es dagegen ausdrücklich. Pikant: Das umstrittene Bündnis wird unter anderem von der SPÖ Oberösterreich, der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) und den Grünen offiziell unterstützt.

Haimbuchner entsetzt

Klare Worte findet jetzt dagegen Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ). Er fordert eine klare Distanzierung von linksextremer Gewalt ein. „Ich erwarte mir daher vor allem von der SPÖ und auch von diversen politisch links stehenden Vereinen und Zusammenschlüssen eine klare Distanzierung von jeglicher Gewaltanwendung. Den Medienberichten konnte man entnehmen, dass linksextreme Gewalttäter mit Flaschen, Ketten und Eisenstangen auf Menschen losgegangen sind“, betont Haimbuchner.

Deutliche Kritik übt er auch an „Linz gegen Rechts“: „Die Stellungnahme vor allem des Bündnisses ‚Linz gegen Rechts‘ lässt daher tief blicken, wenn man dort einen leider notwendigen polizeilichen Einsatz versucht, als Polizeigewalt zu diffamieren. In vollkommener Verleugnung der tatsächlichen Vorgänge wird die Schuld an der Eskalation den Exekutivkräften gegeben.

LH-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner forderte die Grünen Oberösterreich, die SPOÖ sowie das „Mauthausen Komitee“ auf, sich endlich von der linksextremen Gewalt zu distanzieren.

SPOÖ soll sich endlich distanzieren

Zudem kritisiert der Landeshauptmann-Stellvertreter das Naheverhältnis zu linksradikalen Vereinen: „Vor allem sind hier die Obleute der am Bündnis ‚Linz gegen Rechts‘ beteiligten Vereine gefragt, sich klar von Gewalt zu distanzieren. In diesem Bündnis sind zahlreiche linke bis linksextreme Vereine, Parteien und Organisationen zusammengeschlossen.“

Jetzt sei auch eine Distanzierung von linksextremer Gewalt durch die SPOÖ-Vorsitzende Birgit Gerstorfer, dem Vorsitzenden des Mauthausen-Komitees, Willi Mernyi, „aber auch von der Parteispitze der Grünen“ erforderlich. Diese Parteien und Organisationen gehören zu den offiziellen Unterstützern von „Linz gegen Rechts“.

Manipulations-Verdacht bei „Linz gegen Rechts“

Lobende Worte fand Haimbuchner für den couragierten Einsatz der Polizei: „Die Exekutivbeamten konnten dank ihres engagierten Einschreitens Schlimmeres verhindern.“ Die „manipulative Kritik“ von „Linz gegen Rechts“ an den Exekutivbeamten sei skandalös: „In vollkommener Verleugnung der tatsächlichen Vorgänge wird die Schuld an der Eskalation den Exekutivkräften gegeben. Zur Illustration verwendet dieser Verein auf seiner Homepage ein Bild, das in keinem Zusammenhang mit dem Polizeieinsatz steht, das zudem nicht einmal österreichische Polizisten zeigt. Ein Beleg für den ganz klar unrichtigen und manipulativen Ansatz des Vereins gegenüber der Polizei.“