norbert hofer morddrohungen attacken

Für blankes Entsetzen in den sozialen Medien hat jetzt eine erneute Morddrohung gegen mehrere FPÖ-Politiker gesorgt. Ein mutmaßlicher ÖBB-Mitarbeiter kündigte Norbert Hofer und seinen Parteikollegen in einer Mail deren Hinrichtung an („Wochenblick“ berichtete). Zudem verspottete der anonyme Verfasser den an einer schweren Behinderung leidenden Infrastruktur-Minister sogar als „Inzestkind“! Es handelt sich nicht um den ersten Fall von Mord-Androhungen gegen Regierungsvertreter.

Auf „Wochenblick“-Anfrage hat sich jetzt Van der Bellens Präsidentschaftskanzlei zu Wort gemeldet. In einer Nachricht lässt der Sprecher unseres Bundespräsidenten ausrichten, VdB habe „in öffentlichen Statements stets betont, dass er sich für ein friedliches Zusammenleben einsetzt.“

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VdB fordert Justiz zur Verfolgung auf

Van der Bellen verurteile  daher „selbstverständlich Morddrohungen wie jene gegen Infrastrukturminister Norbert Hofer auf das Schärfste.“ „Diese sind von der Justiz zu verfolgen“, betont der hochrangige Hofburg-Sprecher in der kurz und knapp gehaltenen Antwort.

Weiter Schweigen auf Facebook und Twitter

Auf den beiden Social-Media-Plattformen Facebook sowie Twitter, die Van der Bellen zur intensiveren Öffentlichkeitsarbeit nutzt, finden sich indes auch diesmal keine Postings zu der erneuten Morddrohung gegen Hofer. Stattdessen veröffentlichte VdB unter anderem einen Beitrag über „Besuch aus Vorarlberg“ in der Hofburg:

VdB hüllte sich lange in Schweigen

Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der immer wieder betonte, ein „Präsident für alle Österreicher“ sein zu wollen, schwieg lange Zeit zu den bisherigen, zahlreichen Attacken gegen FPÖ-Minister. Dafür kritisierten ihn zahlreiche Österreicher entschieden.

Auch äußerste sich Van der Bellen nicht vernehmbar zur zuerst geheim gehaltenen – einen Tag nach der niederösterreichischen Landtagswahl öffentlich gemachten – Verhaftung eines SPÖ-Politikers in Niederösterreich. Der nachträglich aus der SPÖ  ausgeschlossene Mann soll mehrere seiner Enkelkinder missbraucht und NS-Devotionialen gehortet haben.

Besonders interessiert zeigte sich der „Präsident für alle“ jedoch zur Causa Landbauer: Er nahm zum Fall deutlich breiter als sonst Stellung und forderte just einen Tag vor der niederösterreichischen Landtagswahl den Rücktritt des FPÖ-Landespolitikers.