Anfang Oktober wurde in Steyr ein 17-jähriger Schüler beim Fortgehen verprügelt und schlug mit dem Hinterkopf auf dem Pflasterstein auf. Jetzt haben viele Steyrer Angst vor weiteren Prügel-Attacken.

Der Bub entkam nur knapp dem Tod: In der Linzer Uniklinik wurde er sofort notoperiert. Der Täter, ein 21-jähriger Serbe, wurde auf freiem Fuß angezeigt.

Mit lebensbedrohlichen Kopfverletzungen lag er fast eine Woche lang im Koma, nachdem die Ärzte ein Schädel-Hirn-Trauma diagnostizierten. Die Langzeitfolgen sind noch immer nicht absehbar.

Steyrer fühlen sich immer unsicherer

Im Gespräch mit einer Tageszeitung sagt die Mutter des 17-Jährigen, die Steyrer Eltern hätten immer mehr Angst um ihre Kinder: „Ich habe mit vielen Müttern gesprochen, und alle sagen mir, dass sie Angst um ihre Kinder haben. Auf dem Stadtplatz und auf dem Pfarrberg ist es in der Nacht nicht sicher“, wird sie zitiert.

Vor 3 Jahren organisierten die Stadtplatzwirte einen patroullierenden, privaten Sicherheitsdienst, der laut der Mutter einen positiven Effekt auf die Gesamtsituation hatte. Doch aufgrund der nicht vorhandenen Bereitschaft zur Mitfinanzierung seitens der Stadt waren die Wirte nicht mehr bereit, alleine die Kosten zu dafür zu tragen. Tragisch: Die Mutter intervenierte damals sogar persönlich beim Bürgermeister für mehr Sicherheit in Steyr – und wurde nun selbst Mitbetroffene.

Kosten für Security: 3.000-4.000 Euro im Monat

Der Aufwand für den Sicherheitsdienst, der offenbar gut mit der Polizei zusammenarbeitete, belief sich auf Kosten von etwa 3.000 – 4.000 Euro monatlich. Vergleicht man diese Summe mit anderen Ausgaben der Stadt Steyr, oder jeder anderen österreichischen Stadt, scheint dieser Betrag eine Lappalie zu sein. Die besorgten Steyrer verstehen nicht, warum sich die Stadt so vehement weigert, diesen mitzufinanzieren.

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