„Diese Hilfe ist ein Hohn“, schimpft der Schärdinger Fitness-Studio-Betreiber Richard Lackner (47) über den Tausender der Regierung, die ihn damit zum „Almosenempfänger“ degradiere. Die Abschaffung des Pandemiegesetzes durch die Parlamentarier bezeichnet er als „Schurkenstreich“.

Denn nun müsse er bei den Beamten und Politikern als Bittsteller auftreten, deren Gehalt doch auch von ihm erarbeitet würde, wie Lackner betont: Die Rolle des Almosenempfängers sei entwürdigend!

Lackner: Von Politikern „die Schnauze voll“

Von seinen Volksvertretern hat Lackner erstmals „die Schnauze voll.“ Er habe sehr hohe monatliche Fixkosten und keine Kunden mehr, klagt der Fitness-Studio-Betreiber in Badhöring, wo er derzeit zur Untätigkeit verdammt ist.

Deshalb sinnt er Tag und Nacht darüber nach, wie er seine Lage verbessern könnte -ohne Erfolg. Zum Glück hätten ihm einige seiner Stammkunden telefonisch versichert, dass er ihre monatlichen Klubbeiträge weiterhin abbuchen dürfe. Doch er brauche 100 Prozent, um über die Runden zu kommen.

Zorn über mangelhafte Kleinunternehmer-Unterstützung

Viele Leute würden auch jetzt gern trainieren kommen. Mit telefonischer Voranmeldung, in kleinen Gruppen und unter Berücksichtigung aller Vorsichtsmaßnahmen ließe sich dies auch bewerkstelligen, ist Lackner überzeugt. In anderen Branchen klappt’s auch.

Sein Geschäft habe er sich hart mit Bankkrediten aufgebaut. „Nächstes Jahr wäre ich beinahe schuldenfrei gewesen“, sagt er und wird zornig, wenn er betrachtet, was die Bundesregierung unter Unterstützung von Kleinunternehmern versteht.