Die Szenen erinnern an Stuttgart. Es ist die Fortsetzung der ethnischen Konflikte des Vortages: Türken attackieren Kurden. Auf der Seite letzterer mischen Kräfte der linksextremen Antifa mit. Lautes Knallen weist auf Böller oder Schüsse hin. Vor wenigen Minuten griffen Türken das kommunistische Ernst-Kirchweger-Haus (EKH) an, das seit drei Jahrzehnten Heim- und Brutstätte letztgenannter Gruppierungen ist.

Seit etwa 22:00 Uhr tobt am Donnerstagabend der Straßenkrieg zwischen Türken, Kurden und der Antifa in Wien. Es ist noch ungeklärt, ob es sich um eine angemeldete Demonstration handelt – davon ist aber eher nicht auszugehen. Die Antifa selbst ist entsetzt, all ihre Gegner sind natürlich „Faschisten“. Im Minutentakt postet Julia S. unter dem Namen @_schwarzeKatze Twitter-Nachrichten zwischen Verzweiflung und Wut. Angeblich sollen bis zu 200 Türken das EKH belagern.

Die Linksextremen rufen besonders laut nach der Hilfe der Polizei. Das hat deshalb eine besondere Würze, weil Exekutivbeamte im Zuge der #BLM-Hysterie vor kurzem noch pauschal als Rassisten beschimpft wurden. „ACAB“ war hierzu noch die höflichste Aussage. Ist das eigene Leben bedroht, wären die Beamten aber wieder recht und sollen ihres für jene riskieren, welche sie sonst auch mal mit potenziell tödlichen Wurfgeschossen angreifen. Polizei und Feuerwehr sind jedenfalls mit starken Kräften vor Ort, scheinbar musste auch ein Brand gelöscht werden.