Die Europäische Union nimmt es neuerdings mit dem Schutz ihrer Außengrenzen sehr genau – nun werden auch illegale Grenzübertritte bei Tieren geahndet! Für eine Kuh könnte dies jetzt tödliche Folgen nach sich ziehen. 

Vor zwei Wochen soll die trächtige, bulgarische Kuh „Penka“ aus ihrer Herde in der Nähe des Grenzgebietes zwischen dem EU-Land und Serbien ausgerissen sein. Dabei überquerte die unvorsichtige Kuh zunächst die Grenze nach Serbien.

Serbischer Bauer schickte Kuh zurück

Dort wurde sie von einem einheimischen Bauern erkannt, der sie aufgrund ihrer Markierung völlig richtig als bulgarisches Tier enttarnte. Was im zwischenmenschlichen Grenzbereich möglich und logisch ist: Das Tier wurde zu ihrem Besitzer Iwan Charalampiew nach Bulgarien zurückgebracht, wie dieser im bulgarischen Fernsehsender BMT bekannt gab.

EU-Regularien sehen Tötungen vor

Doch der bangende, bulgarische Rinder-Bauer hat die Rechnung buchstäblich ohne den Wirt gemacht: Was unter Landwirten Serbiens und Bulgariens Ehrensache zu sein scheint, nämlich, dass der eine das Eigentum des anderen einfach zurückgibt, wird von Seiten des bürokratischen Apparats der EU völlig anders gesehen: Dort heißt es neuerdings, dass illegale Grenzübertritte künftig mit dem Leben bezahlt werden müssen – aber nur bei Tieren!

Tierarzt sind Hände gebunden

Jene EU, die sich im Herbst des Jahres 2015 in Humanität übte und Millionen von zumeist jungen Männern bis Stockholm durchwinkte, zeigt bei der Kuh „Penka“ offenbar keine Gnade. Laut Angaben des lokalen Tierarztes Ljubomir Ljubomirow, der das Tier nun töten soll, würden nur „EU-Regeln“ umgesetzt und laut denen müsse die Kuh eben sterben. Demnach würden Regularien die Rückkehr von Nicht-EU-Gebiet in die Europäische Union untersagen.

Tier bei „völliger Gesundheit“

So scheint das tödliche Schicksal für Penka seinen verhängnisvollen Lauf zu nehmen. Dabei betonte er, dass die Kuh bei bester Gesundheit sei. Viele Bulgaren haben schon um Gnade für das tollpatschige Tier angesucht. Ob es auch von Seiten der EU und der europäischen Zivilgesellschaft Aufrufe zur Rettung der sympathischen Kuh „Penka“ gibt, ist indes noch nicht bekannt. Klar ist jedoch, dass der illegale Grenzübertritt des Tieres dramatische Folgen nach sich ziehen könnte.