Die Zukunft der Eurofighter ist weiter ungewiss, eines ist jedoch fix: Die Bundesregierung gibt die entsprechenden finanziellen Mittel für die Anschaffung neuer Hubschrauber frei. Damit folgt nun die geplante Nachbeschaffung.

Mittlerweile drängt schon die Zeit, denn das Bundesheer ist derzeit mit einer mehr als 50 Jahre alten Hubschrauberflotte im Einsatz, die bald aus dem Dienst genommen werden muss. Laut Plänen des Verteidigungsministeriums werden 21 Alouette und zehn Kiowa Modelle durch zwölf leichte Mehrzweckhubschrauber ausgetauscht. Die Black-Hawk-Flotte soll zusätzlich auch aufgestockt werden und drei weitere angeschafft werden, damit die international übliche Staffelgröße von zwölf Hubschraubern erreicht werden kann.

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Einfluss von Lobbyisten beschränken

Der Ministerrat hatte bereits im August den Ankauf für die Hubschrauber als Grundsatzbeschluss gefällt. Nun kann das Bundesheer mit den Vertragshandlungen beginnen, der Auftrag darf aber nicht ausgeschrieben werden, denn die Bundesregierung bevorzugt ein Government to Government-Geschäft. Das heißt: Eine Anschaffung über eine andere Armee. Damit soll Zeit im Beschaffungsvorgang gespart werden und den Einfluss verschiedenster Lobbyisten in der Rüstungsindustrie minimieren. Das Bundesheer hatte in der Vergangenheit mit den Lobbyisten schlechte Erfahrungen gemacht, siehe den Ankauf der Eurofighter.

Neue Geräte sind weniger wartungsintensiv

Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) sieht die Ersetzung der bestehenden 31 Hubschrauber durch zwölf neue als keine Schwächung des Bundesheeres. Die neuen Modelle seien viel weniger wartungsintensiv als die Altbestände und es würde sogar einen Ausbau der Kapazitäten geben. Die drei Hubschrauber-Standorte Österreichs; Aigen, Hörsching und Langenlebarn, möchte der Minister behalten. „Es werden alle davon profitieren“, meint Kunasek.