Nach welcher Agenda handelt Bundeskanzler Sebastian Kurz eigentlich? Wie gut vernetzt ist er und vor allem, mit wem? Sind ihm wirklich das Volk und dessen Sorgen und Nöte näher als die Ziele der Globalisten? Und gibt es eventuell „dunkle Eminenzen“ und Netzwerke im Hintergrund, die seine rasante politische Karriere erst möglich machten?

  • Verbindung von Kurz und Bill Gates
  • Kurz im Dienste von Soros im European Council on Foreign Relations (ECFR)
  • ECFR versucht Glaubwürdigkeit des Establishments zu stützen
  • Soros verfügt über riesiges Netzwerk an Organisationen
  • Linksideologische Agenden, die Soros vorantreibt
  • Kurz, der „Soros-Agent?“

Von Guido Grandt

Jung, dynamisch, frisch, klug und professionell – so sehen viele das Image von Bundeskanzler Sebastian Kurz, des jüngsten Regierungschefs Europas. Außerdem scheut er sich nicht, lauthals seine Meinung zu vertreten. Unlängst legte er sich nicht nur mit altgedienten EU-Granden, sondern auch mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen der Aufnahme von afghanischen Flüchtlingen an, die er streng zurückweist – was die einen ihm zugutehalten, die anderen jedoch verübeln.

Kurz und die Globalisten-Elite: Bill Gates

Kurz kennt Gott und die Welt. So scheint es jedenfalls. Vor allem die „Großen“, die „Globalplayer“, die „Macher“, die „Einflussreichen“, die „Netzwerker“ und „Superreichen“. Zweifellos gehört dazu der Microsoft-Gründer und Milliardär, Bill Gates, dessen strahlendes Bild vom „Menschenwohltäter“ vor allem aufgrund der Impfstoffentwicklung in der Corona-Pandemie Risse bekam. Und nicht nur das: Vor allem seine Treffen mit dem verurteilten Pädophilen Jeffrey Epstein, der nach offiziellen Angaben 2019 in einer Gefängniszelle Suizid beging, nagen an seinem Image. Inzwischen bereut der viertreichste Mensch der Welt diese mehrfachen Zusammenkünfte.

„Es war ein großer Fehler, Zeit mit ihm zu verbringen“ , bekannte Gates, der nach eigener Aussage damals noch hoffte, durch Epstein weitere finanzkräftige Geldgeber für die globale Gesundheit gewinnen zu können. „Als es danach aussah, als würde daraus nichts werden, endete die Beziehung“. Doch diese Reue kam zu spät. Zumindest für seine Frau Melinda French Gates. Denn diese Treffen sollen der eigentliche Grund für die von ihr eingereichte Scheidung gewesen sein.

Nichtsdestotrotz: Bundeskanzler Sebastian Kurz, der sich unter anderem im Oktober 2018 mit dem Microsoft-Gründer traf, schwärmte regelrecht von ihm auf Facebook: „In Brüssel konnte ich Bill Gates persönlich kennenlernen. Er ist ein großer Unternehmer und inspiriert mit seiner Arbeit viele Menschen – vor allem auch mit seinem Engagement gegen Armut in Afrika durch die Gates Foundation.“

Das mag zwar stimmen, Gates Imageproblem jedoch ist deswegen noch lange nicht aus der Welt geschafft.

Kurz und die „private“ Denkfabrik

Der Bundeskanzler ist Mitglied im elitären Zirkel des in London ansässigen European Council on Foreign Relations (ECFR), dessen Mitbegründer der umstrittene Großinvestor und Philanthrop George Soros ist. Die paneuropäische Denkfabrik, die mitunter als „bester neuer Think Tank weltweit“ gilt, hat rund 300 Mitglieder. Soros selbst und sein Sohn Alexander sitzen im Gremium. Kurz ist der Vertreter Österreichs, zusammen mit Erste-Bank-Chef Andreas Treichl, Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP), Ex-Außenministerin Ursula Plassnik (ÖVP) und des früheren SPÖ-Europapolitikers Hannes Swoboda.

Das Establishment ist „alles“

 Der ECFR ist Fürsprecher einer kohärenteren und stärkeren europäischen Außen- und Sicherheitspolitik und setzt sich zudem für eine starke Rolle der EU in der Welt ein. Nach eigener Darstellung ist der Think Tank ein „sicherer Treffpunkt für Entscheidungsträger, Aktivisten und Influencer. „Wir bilden Koalitionen für den Wandel auf europäischer Ebene und fördern eine fundierte Debatte über die Rolle Europas in der Welt“, heißt es auf deren Homepage. Und noch entlarvender wird hinzugefügt, dass sich die Gründer des ECFR (und damit auch Soros und Co.) daran machten, „eine gesamteuropäische Institution zu schaffen, die die Glaubwürdigkeit des Establishments mit intellektuellem Aufstand verbinden konnte.“

Um das also geht es beim ECFR: um das Establishment, um die etablierten Eliten! Nicht zu vergessen, dass die Denkfabrik eine private Organisation ist, die über Spendengelder und als Hauptsponsor von George Soros „Open Society Foundation“ finanziert wird. Andere Spender sind europäische Regierungen, sogar die NATO und Konzerne wie beispielsweise die Daimler AG oder Microsoft. Letztlich „klüngeln“ in diesem einflussreichen Netzwerk Politiker, Privatpersonen, CEOs von Mega-Konzernen und Superreiche miteinander. Mittendrin auch Sebastian Kurz.

Kurz und die Globalisten-Elite: George Soros

Neben Bill Gates gibt es noch einen anderen Superreichen und Global Player, zu dem Kurz emsig Kontakte pflegt. Die Rede ist vom ungarisch-amerikanischen, milliardenschweren Investor und Philanthropen George Soros. Dieser ist der globale Networker überhaupt! Seine Netzwerk-Krake besteht aus Dutzenden Stiftungen, Organisationen und Gruppierungen. Im Zentrum: Die Open Society Foundations (OSF), ehemals Open Society Institute (OSI).

Der einflussreiche Soros-Krake

Einige Beispiele des Soros-Netzwerkes zu dem beispielsweise Organisationen gehören, die die USA als eine Nation sehen, deren dauerhafter Rassismus durch rassische und ethnische Präferenzen zugunsten der Nicht-Weißen ausgeglichen werden muss (z.B. Mexican American Legal Defense and Educational Fund, Lawyers Committee for Civil Rights Under Law).

Organisationen, die zu massivem sozialen Wandel und zur Einstellung und Ausbildung von Aktivisten aufrufen (z.B. Center for Community Change, Ruckus Society). Organisationen, die einen Linksruck der US-Politik erreichen wollen (z.B. Progressive States Network, Progressive Change Campaign Committee). Organisationen, die in Medien und Kunst linke Ideale und Weltanschauungen unterstützen (z.B. Independent Media Institute, Soros Documentary Fund). Think Tanks, die linksgerichtete Politik fördern (z.B. Institute for Policy Studies, New America Foundation).

Organisationen, die die Migration fördern, durch Ziele von offenen Grenzen, Masseneinwanderung, Änderungen der vorherrschenden Einwanderungsgesetze, mehr Rechte für illegale Einwanderer (z.B. American Immigration Council, National Immigration Forum). Organisationen, die die Ziele des Feminismus unterstützen (z.B. Feminist Majority, Foundation, Foundation for Women).

Die linke Soros-Agenda

Inoffiziell unterstützt Soros zudem Projekte, Agenden und linke Ideologien. Eine seiner erklärten Absichten ist es, eine „Anti-Putin-Opposition“ in Russland aufzubauen. Genauso, wie er es in der Ukraine hinsichtlich des damaligen regierenden Staatspräsidenten Wiktor Janukowitsch getan hat. „Der Regime-Change“, der Regimewechsel in verschiedenen Ländern steht ganz oben auf der Soros-Agenda. So wie beispielsweise in Libyen, dem Irak oder beim sogenannten Arabischen Frühling. Fakt ist: Die OSF und ihre Organisationen – und damit Soros – üben einen massiven und nachhaltigen Einfluss aus. Und das nicht nur auf die „Zivilgesellschaft“, sondern auch auf Politik und Wirtschaft.

Stelldichein zwischen Kurz und Soros

Kein Wunder also, ist man versucht zu sagen, dass der junge Bundeskanzler die Nähe zu dem alten Mäzen sucht, dem wohl unübertroffenen „König der Netzwerker.“ So trafen sich die beiden Männer im November 2018 im Kanzleramt. Danach auch noch mit dem österreichischen Wissenschaftsminister Heinz Faßmann.

Offiziell ging es bei den Treffen um die geplante Umsiedlung der von Soros gegründeten „Central European University“ (CEU) von Budapest nach Wien, weil Ungarns Regierung bereits 2017 ein Gesetz erließ, den Betrieb ausländischer Universitäten zu verbieten. Ganz offensichtlich richtete sich dieses vor allem gegen den umtriebigen Soros, Feindbild Nummer eins von Ungarns Premier Viktor Orban. Der Aufschrei in der EU war dementsprechend groß.

Natürlich erläuterten Kurz und Soros bei dem Treffen auch außen- und europapolitische Fragen über die „Zukunft“ der EU und des Westbalkans. Kennt man die unzähligen Organisationen nicht, die auf Soros zurückgehen, stellt sich schnell – und völlig zu Recht – die Frage, was ein „Privatmann“ eigentlich damit zu tun hat?

Kurz, der „Soros-Agent?“

Noch entlarvender wird Kurz, als er zum Besten gab, dass es wichtig sei „gerade auch mit Personen, mit denen man gewisse Auffassungsunterschiede hat, wie zum Beispiel in der Migration, im Gespräch zu bleiben“. Schließlich steht Soros im Verdacht, gezielt Migrantenströme nach Europa zu unterstützen, der jedoch weitgehend als „Verschwörungstheorie“ abgetan wird.

Für sein persönliches Treffen mit dem Milliardär wurde Kurz von ungarischen Medien als Soros-Agent bezeichnet. Beispielsweise unterstellte die Zeitung Magyar Idök dem jungen Kanzler, „Helfershelfer“ von George Soros zu sein. Aber auch im eigenen Land hagelte es Kritik und das nicht nur von rechter Seite. So wurde in den sozialen Netzwerken verbreitet, dass Kurz als „Soros-Zögling“ nun sein wahres Gesicht zeige und er sich – und damit ebenso die ÖVP – dem „linken internationalen Druck“ beuge.

FORTSETZUNG FOLGT – Teil 2 aus Guido Grandts Reihe „Bundeskanzler Kurz, die Globalisten & die „schöne neue Welt“ lesen Sie demnächst exklusiv im Wochenblick.

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