Während bei Podgorschek die Empörung groß ist, bleiben die Buh-Rufe bei Kurz eher aus.

Im Juni traf Sebastian Kurz beim Emfpang in der österreichischen Botschaft in Berlin auf einige Vertreter der Alternative für Deutschland (AfD). Unter anderem enstanden Fotos mit den Bundestagsabgeordeten Stefan Keuter und Peter Boehringer sowie der Kreissprecherin der AfD Solingen Verena Wester.

Die AfD Solingen berichtete sogar selbst stolz über das Treffen.


Ein Kommentar von Philipp Fehrerberger

Empörung bei Podgorschek

Interessant ist dabei, dass bis auf vereinzelte Meldungen die Empörung über den Besuch seitens der Linksjournaille weitgehend ausblieb.

Denn sonst echauffieren sich die Mainstream-Medien über solche Treffen in üblicher Manier ganz besonders: So etwa beim oberösterreichischen Sicherheits-Landesrat Elmar Podgorschek (FPÖ), dessen Deutschlandbesuch bei der AfD Thüringen überschwänglich kommentiert wurde und regen Einzug in die Berichterstattung fand.

Sprecherin der AfD Solingen Dr. Verena Wester und Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Podgorschek äußerte sich nämlich in seiner Rede scharf über den zwangsgebührenfinanzierten Staatsfunk ORF und bezeichnete ihn als „Oppositionsrundfunk“. Die „Zeit im Bild“ verglich er mit einer DDR-Nachrichtensendung.

Bundsregierung halbiert Inserate

Dass derartige Aussagen gerade den linksträchtigen, eingesessenen Mainstream-Medien, die ob der drastischen Inseratenkürzungen durch die schwarz-blaue Bundesregierung um ihre jahrzehntelang „erarbeiteten“ Pfründe fürchten müssen, gegen den Strich gehen, wundert natürlich nicht. Wie der „Wochenblick“ berichtete, hat die Bundesregierung die Inserate in Mainstream-Meiden de facto halbiert.

Kurz gern gesehener Gast

Berührungsängste scheint unser Bundeskanzler den Fotos nach jedenfalls keine zu haben. Die AfD bezeichnete Kurz in höchstem Lob als „Reformer“ und gab sich beeindruckt von der Asylpolitik Österreichs.

Ganz ohne Empörung aus der einschlägigen Twitteria ging es dann aber doch nicht: So fühlte sich etwa der Pressesprecher von Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) bemüßigt, seinen Senf zur „unglaublichen Entleisung“ unseres Bundeskanzlers abzugeben: