Bundesrettungskommandant Gerry Foitik fiel vor drei Monaten noch mit seinem Vorstoß auf, dass unter anderem Schüler bundesweit auch in Innenräumen Corona-Masken tragen sollen. Möglicherweise ist der Mann auch sehr „meinungsflexibel“. Aktuell schlug er in einem internen Strategiepapier vor, die Coronazahlen zu senken, indem man weniger Tests durchführt.

In der Unterlage vom 15. Oktober schlug Foitik dem Corona-Krisenstab vor, die Zahl der Neuinfektionen dadurch zu senken, indem man weniger Tests durchführe. Im Gegensatz zu Kritikern der Corona-Maßnahmen, welche die ungenaue und wenig aussagekräftige PCR-Methode beanstanden, welche zu vielen falschen Positiv-Ergebnissen führt, formulierte Foitik seine Vorschläge wohl aus einer ganz anderen Perspektive. Laut „Falter“ hätte er allerdings zugegeben, dass es sich um einen Zahlentrick handle, um die Bewertung von Österreich auf der Corona-Ampel zu verbessern.

Weniger Tests – weniger Infektionen

Foitik soll vorgeschlagen haben, mit der Praxis aufzuhören, „Kontaktpersonen 1“ zu testen. Das würde sich in einem sofortigen Sinken der Zahlen niederschlagen. Angenommen es würde sich um eine gefährliche Pandemie handeln, dann würde das Befolgen dieses Ratschlags vielleicht auch Menschen in Gefahr bringen. Alleine, dass das Rote Kreuz so einen Vorschlag macht lässt erahnen, dass auch die Experten und Entscheidungsträger genau wissen, dass das Virus in seiner Gefährlichkeit eher auf der Stufe eines saisonalen Grippevirus rangiert. Andererseits, das muss man jemandem, der an die Gefährlichkeit des Coronavirus glaubt zugutehalten, wollte Foitik die Kontaktpersonen anstelle des Tests zunächst in eine fünftägige Heimquarantäne schicken.

Will Krisenstab einen Kritiker loswerden?

Laut Medienberichten hat Foitik die Existenz und die Urheberschaft des Papiers bestätigt. Allerdings wären die Inhalte „nicht für die Öffentlichkeit“ und „nicht für die Medien“ gedacht gewesen. Der Leak des Papiers könnte aber auch eine gezielte Demontage des hohen Rotkreuz-Funktionärs sein. Dieser habe in seinem Schreiben das Krisenmanagement des Kanzlers in Frage gestellt. Vielleicht will man das Mitglied des Krisenstabs deshalb auf diese Weise loswerden.

Massive Ausweitung der Maskenpflicht gefordert

Kritiker an den ihrer Ansicht nach überschießenden Corona-Maßnahmen der Bundesregierung sollten sich aber nicht zu früh freuen. Mit Foitik haben sie keinen neuen Mitstreiter gewonnen. In seinem Papier forderte er eine Maskenpflicht für alle Schüler ab der Sekundarstufe, in Universitäten und Unternehmen überall dort, wo mehr als eine Person im Raum ist. Dafür solle der Bund FFP2 Masken ankaufen und kostenlos zur Verfügung stellen. Außerdem formulierte er Wege, wie noch mehr und noch schneller getestet werden könne – beispielsweise in jeder Apotheke. Die Umsetzung dieser Ideen hätte wohl der Steuerzahler bezahlen müssen – wer daran verdient hätte, bleibt ein Geheimnis.