Die Mainstream-Medien geben ebenso wie staatliche Institutionen stets vor, Rassismus bekämpfen zu wollen. Doch mit einer bestimmten Sorte des Rassismus scheinen sie kein Problem zu haben: mit dem Rassismus gegen Weiße und Deutsche. Jüngst sorgte in den sozialen Medien ein deutschenfeindlicher Beitrag für heftige Kritik unter den Nutzern. Dort bezeichnete ausgerechnet die deutsche Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) Deutsche als „Kartoffeln“!

Ein Gastkommentar von Christian Schwochert

„Eine ganze Bevölkerungsgruppe aufgrund ihrer Herkunft oder Hautfarbe als ‘Kartoffeln’ abzuwerten, geht gar nicht und leistet der Spaltung unserer Gesellschaft Vorschub. Gerade die Bundeszentrale für Politische Bildung sollte hier eine besondere Sensibilität an den Tag legen“, erklärte der Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß in der Druckausgabe der Bild-Zeitung.

FDP-Politiker: „Bundeszentrale muss auf den Prüfstand“

Auch Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) warf der BpB vor, „unverantwortlich“ zu handeln, indem sie Deutschen automatisch Rassismus unterstelle. „Sollte diese Herangehensweise nicht unverzüglich abgestellt werden, muss die Rolle der Bundeszentrale für politische Bildung auf den Prüfstand“, forderte er gegenüber dem Blatt. Die BpB hatte nämlich geschrieben, auch Deutsche könnten für Ausländer Verbündete im Kampf gegen Rassismus sein.

„taz“-Autor will keine weißen Freunde

Sie verwies auf den „taz“-Autor Mohamed Amjahid, demzufolge sich Deutsche mit ihren angeblichen Privilegien auseinandersetzen müssten. Wenn Deutsche auf diese Weise hart an sich arbeiteten, könnten sie zu „Süßkartoffeln“ werden.
Der von der BpB zitierte Amjahid, der unter anderem für die taz schreibt, ist Verfasser des Buches „Der weiße Fleck“. Darin schildert er laut Bild-Zeitung, dass Weiße zu seinem engeren Freundeskreis keinen Zutritt hätten.
„Diese Arbeit an uns selbst ist jedoch unabdingbar, wenn wir in einer gerechten und inklusiven Gesellschaft leben wollen“, folgerte die BpB, wofür sie in den sozialen Netzwerken viel Kritik zu hören bekam.

Staatlich finanziert und umstritten: Was hat die Bundeszentrale mit politischer Bildung zu tun?

Ein Nutzer fragt in den sozialen Medien, was „dieses rassistische Statement mit politischer Bildung zu tun“ habe. In einem anderen Kommentar wurde daran erinnert, dass die BpB von Steuergeldern finanziert wird. Erst Anfang des Jahres war die BpB wegen eines Dossiers zum Thema Linksextremismus in die Schlagzeilen geraten. Darin hieß es: „Im Unterschied zum Rechtsextremismus teilen sozialistische und kommunistische Bewegungen die liberalen Ideen von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – interpretieren sie aber auf ihre Weise um.“

SPD-Abgeordneter ist BpB-Präsident

Nach anhaltender Kritik änderte sie den Text. Seit dem Jahr 2000 ist der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Thomas Krüger Präsident der Bundeszentrale. Immer wieder gab es Vorwürfe der Vetternwirtschaft sowie der politischen Einseitig gegen Krüger. Und das seit mittlerweile über 20 Jahren, was aber überhaupt nicht an seiner Macht zu kratzen scheint. Stattdessen spielt er nach wie vor eine große politische Rolle. Das Bundesinnenministerium distanzierte sich unterdessen von dem Beitrag. Ein Ministeriumssprecher kündigte an, das entsprechende Projekt der BpB werde überprüft. Das dies jedoch tatsächlich personelle oder finanzielle Folgen haben wird darf bezweifelt werden.

 

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