Der parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Peter Tauber, will Männlichkeit mit Jesus Christus bekämpfen. „Das Verhalten mancher sogenannten alten weißen Männer zeigt ja, daß es da Diskussionsbedarf gibt“, sagte Tauber der „Bild“.

Umdenken gefordert

Demnach gebe es laut dem ehemaligen CDU-Generalsekretär heute überkommene Rollenbilder und Erwartungshaltungen an Männer. Deshalb fordert der ehemalige Einflüsterer von Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Umdenken in der Betrachtung der Männerwelt.

Jesus als „cooles Vorbild“

„Diese toxische Männlichkeit muss man überwinden“, fordert der Berufspolitiker. Das Mittel dazu sieht Tauber in seinem christlichen Glauben: „Ein bisschen mehr Jesus würde da nicht schaden.“ Darunter verstehe er auf Schwache zuzugehen, hilfsbereit sein und selbst Schwäche zeigen. Jesus sei für Männer „ein ganz cooles Vorbild“.

Soldatenbild überdenken

Auch in der Bundeswehr ist das klassische Männerbild für Tauber überholt. „Kämpfer, der sich aufopfert und stirbt“ sei nicht „sein Bild“ von einem Soldaten. Er wolle „lieber Soldaten, die klug und besonnen handeln, im Gefecht erfolgreich bestehen und dann möglichst gesund nach Hause kommen“.

Gemeinsam statt einsam

Aus seiner Sicht gewinne die kleine Kampfgemeinschaft das Gefecht. „Es geht also auch da nur gemeinsam und kooperativ.“ Das gelte in der Bundeswehr „für Männer und Frauen gleichermaßen“, so Tauber, der sich offen zu seiner Homosexualität bekennt.