Die Polizeimeldungen über Schlägereien und Tumulte von Personengruppen häufen sich – auch in Oberösterreich. Findet die „Partyszene“ nach Stuttgart und Wien nun etwa immer mehr Nachahmer? 

Schlägerei in Wels

So kam es beispielsweise schon am 28. Juni zu einer nächtlichen Schlägerei zwischen vier Freunden und einer nicht näher bezeichneten „Personengruppe“. Ein 48-Jähriger wollte mit drei Freunden gegen 1:25 Uhr nach Hause fahren, übersah beim Ausparken aber die andere Gruppe hinter seinem PKW. Einen Unfall gab es nicht – doch als die vier Freunde ausstiegen, kam es zum Streit mit den anderen Personen und die vier wurden attackiert. Der 48-Jährige bekam einen Faustschlag ins Gesicht, stürzte und schlug mit dem Hinterkopf hart auf dem Asphalt auf. Er musste schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht werden.

Dank eines Handyfotos konnten die Angreifer ausfindig gemacht werden. Der Hauptverdächtige, ein 21-Jähriger, stellte sich am 30. Juni – er behauptet allerdings, das Opfer nur gestoßen und nicht geschlagen zu haben. 

Tumult in Steyr

In der vergangenen Nacht wiederum wurde die Polizei gegen 1:40 Uhr wegen Lärmerregung zu einem Lokal in Steyr gerufen. Dort weigerte sich eine Gruppe aus 50 Personen, nach der Sperrstunde das Lokal zu verlassen. Als die Beamten eintrafen, flüchteten die Randalierer durch den Notausgang auf die Straße. Die Gruppe wurde aggressiv, weigerte sich, den Ort zu verlassen und musste mit Pfefferspray durch die Polizisten auf Distanz gehalten werden. Weitere Einsatzkräfte mussten anrücken, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Der Straßenabschnitt wurde abgesperrt.

Ein 42-Jähriger sowie eine 47-Jährige griffen die Polizisten an und wurden festgenommen. Von den übrigen noch anwesenden Personen wurden die Personalien erfasst. Es folgen Anzeigen wegen Ordnungsstörung und Übertretung der Sperrstundenverordnung.