Früher war Deutschland weltweit für seine Organisationsfähigkeit bekannt. Ob es wirtschaftliche, militärische oder zivile Aufgaben waren, Deutschland meisterte Krisen und sonstige Herausforderungen meist perfekt. Spätestens seit Beginn der Corona-Krise wird deutlich, dass dies heute nicht mehr gilt. Und das liegt vor allem am glücklosen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Denn das von ihm geführte Ressort hat so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Wer aber gedacht hat, dass die politische Karriere von Spahn nach der anstehenden Bundestagswahl aus ist, dürfte sich getäuscht haben.

  • Erst Höhenflug als potenzieller Kanzlerkandidat, dann
  • Bruchlandung mit Corona-Missmanagement
  • Sorgte auch privat für Negativ-Schlagzeilen: kaufte mitten in der Krise mit seinem Ehemann millionenteure Villa
  • Soll trotzdem nach Bundestagswahl auf den prestigeträchtigen Posten des CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvorsitzenden wechseln
  • Wer hält die schützende Hand über Jens Spahn?

Von Achim Baumann

Jens Spahn – wer den Namen hört, denkt an das völlig aus dem Ruder gelaufene Management der Bundesregierung in der Coronakrise. Sich ständig widersprechende Einschätzungen, Skandale um Maskenkäufe, gebrochene Lockdown-Versprechungen und vieles mehr. Der Mann hat es nicht leicht. Einst nahezu gleichberechtigter potenzieller Kanzlerkandidat zwischen Armin Laschet und Friedrich Merz, heute eher gesundheitspolitischer Rohrkrepierer, vermutet man eigentlich das politische Aus für den CDU-Politiker. Aber bereits rund vier Wochen vor der Wahl, wo alle Parteien und ihre Kandidaten äußerst vorsichtig mit der Nennung von potenziellen künftigen Kabinetts- und Funktionsposten sind, sickert eine Personalie schon jetzt durch. Nämlich die von Jens Spahn.

Warum wurde Spahn von Kanzlerin Merkel nicht ausgewechselt?

Kanzlerin Merkel hat in den vergangenen Jahren auch andere unfähige Minister gehalten – aus der CDU, aber auch aus der mitregierenden SPD. Man denke an Ursula von der Leyen, die als Verteidigungsministerin zahlreiche schwere Fehler zu verantworten hatte. Sie wurde zwar ausgewechselt, aber auf den Posten der EU-Kommissionspräsidentin „weggelobt“. Auch die unglaubwürdige Franziska Giffey (SPD), die in ihrer Dissertation massiv plagiiert hatte, wurde nicht von Merkel angetastet. Sie trat selbst zurück. Daher wundert es nicht, dass Merkel auch an Spahn festhält. Zudem wünscht sich Armin Laschet Spahn als Parteivize, was er auch stets im Wahlkampf versichert. Nun ist aber unklar, ob Laschet überhaupt Kanzler wird, vielleicht macht Olaf Scholz das Rennen, bildet sogar eine rot-rot-grüne Regierung. So soll Jens Spahn künftig den Posten des CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvorsitzenden einnehmen, wie mehrere alternative Medien berichten, die sich auf einen Bericht der unverdächtigen Apothekerzeitung beziehen.

Wird Sprung zur Spitze durch unbekannte Dritte vorbereitet?

Hat Angela Merkel diesen Posten durchgesetzt oder Armin Laschet, der als loyaler Spahnfreund gilt? Oder ist Jens Spahn einfach „gesetzt“? Denn eine jüngere zugkräftige Person ist in der CDU nicht zu sehen. Sollte Laschet die Bundestagswahl nicht gewinnen – und Umfragen deuten zumindest derzeit auf ein Wahldesaster für die Union hin – wird ein Nachfolger aufgebaut werden müssen. Und der könnte Jens Spahn heißen, völlig unabhängig von seinen Erfolgen oder eher Misserfolgen.

Hält jemand die Hand über Spahn?

Wie kommt es also, dass jemand mit einer derartig ernüchternden politischen Bilanz trotzdem hochrangiger Unionsfunktionär bleiben soll? Ist vielleicht seit langem klar, dass die Karriere von Jens Spahn auch deutlich über das Jahr 2021 hinausgehen soll? Da haben die Kreise um die elitäre Verschwörungsorganisation der Bilderberger offensichtlich schon im Jahr 2017 auf den richtigen Mann gesetzt, denn seinerzeit nahm er an ihrer berüchtigten und umstrittenen Konferenz teil. Bei der Bilderberg-Konferenz handelt es sich um eine drei- bis viertägige Zusammenkunft von hochrangigen Persönlichkeiten aus zentralen gesellschaftlichen Teilbereichen – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Interessant ist dabei, dass immer wieder junge Politiker eingeladen werden, die wenige Jahre später in Amt und Würden sind. Und auch das „Forum of Young Global Leaders“, welches vom Gründer des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, initiiert wurde, setzte schon frühzeitig auf Spahn, der dort ein Führungsprogramm durchlief. Es heißt, in das Programm werden nur Menschen aufgenommen, die künftig „die Welt zu einem besseren Ort machen wollen“. Und Klaus Schwab? War da nicht etwas mit dem Great Reset? Was für ein Zufall, dass auch Schwab auf Spahn setzte. Aber Verschwörungen um elitäre Kreise, die ihre ganz persönlichen Kandidaten protegieren, das sind doch nur Theorien, oder?

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