Chaos zu Schulbeginn in Chicago: Weil viele Schulbusfahrer wegen der ihnen auferlegten Impfpflicht kündigten, mussten wütende Eltern den Transfer ihrer Kinder kurzfristig selbst organisieren. Die extrem linke Bürgermeisterin Lori Lightfoot (Demokraten), seit Mai 2019 im Amt, muss jetzt private Taxidiensten für den Schultransfer organisieren und die Eltern mit viel Geld entschädigen. Seit Beginn ihrer Amtszeit nahm die Kriminalität in Chicago zudem rapide zu.

  • Hunderte Chicago-Schulbusfahrer kündigten wegen Impfpflicht bis 15. Oktober
    • Chaos zu Schulbeginn: Eltern müssen Transport selbst organisieren
    • Erhalten viel Geld für Fahrtkosten
    • Schwierige Verträge mit privaten Taxidiensten
    • Linke Bürgermeisterin ist planlos
    • Steigende Kriminalität in ihrer Amtszeit

von Kornelia Kirchweger

Busfahrer machen nicht mehr mit

Eltern von rund 1.200 Schülern inklusive 990 in Sonderbildungseinrichtungen erfuhren nur 2 Tage vor Schulbeginn, dass es die üblichen Busrouten zur Abholung der Schüler nicht mehr gibt. Per Mitte August wurde den Busfahrern mitgeteilt, dass sie sich bis 15. Oktober d.J. der gentechnologischen Covid-19-Behandlung unterziehen müssen. Da machen wir nicht mit, hieß es. Viele gingen auch, weil sie das ständige Testen satt hatten. Jetzt entbrannte ein Streit darüber, ob die Schulen oder die Bezirksbehörden „die Sache vergeigt“ haben. Letztere rechtfertigte sich: sie habe erst kurzfristig von den Kündigungen erfahren.

Verantwortung wird herumgeschoben

In einer Pressekonferenz verteidigte die Bürgermeisterin die öffentlichen Schulen und damit sich selbst: Diese können nichts dafür. Sie haben erst am Wochenende vor Schulbeginn über „Dritte“ von der Problematik erfahren. Es gebe einen Vertrag mit diesen Firmen und man habe angenommen, diese werden erfüllt. Vertrags-Firmen wie Alltown Bus Service beklagen wiederum, die Busfahrer seien reihenweise wegen der Test- und Impfpflicht gegangen. Es sei aber generell schwierig, Busfahrer zu bekommen, weil die Stadt deren Arbeitslosengeld erhöht hat. Man keile jetzt qualifiziertes Personal mit einer Zusatzzahlung von 3000 US-Dollar.

Chaos kostet viele Geld

Laut Medienberichten wussten die öffentlichen Schulen aber bereits vor der Kündigungswelle, dass man um 400 Fahrer zu wenig hatte. Deshalb wurden die Busrouten für rund 14.500 Schüler angepasst – auch das zur Überraschung der Eltern, etwa mit deutlich früheren Abfahrtszeiten. Es war klar, dass man sich damit für das neue Schuljahr auf sehr dünnem Eis bewegt. Ein betroffener Bezirk hat etwa jetzt 770 Fahrer, 500 weniger als nötig sind. Die Schulen zahlen nun Familien 1.000 Dollar für die ersten zwei Monate und dann 500 Dollar monatlich als Fahrgeldersatz, bis das Problem gelöst ist. 2.100 Schüler sind davon betroffen, für die es jetzt gar keinen Bus gibt. 5.500 weitere müssen längere Routen auf sich nehmen. Öffentliche Verkehrsmittel sind für Schüler sehr kostengünstig. Busse und Züge kosten am ersten Schultag nichts, dann 75 US-Cent pro Fahrt, für den Rest des Jahres.

Planlose Bürgermeisterin

Bürgermeisterin Lightfoot verhandelt nun mit den privaten Taxidiensten Uber und Lyft. Beide Unternehmen haben keine Impfpflicht für ihre Fahrer. Bei einem Vertrag mit der Stadt Chicago, müssten sie diese einführen. Dort gibt es zudem die Regelung, dass unter 18-Jährige nicht ohne Begleitung mitfahren dürfen. Die Stadt müsste dann Lehrer oder andere Angestellte mitschicken. Lightfoot hat keinen Plan dazu, stellte ein Journalist nach entsprechender Anfrage fest. Sie hat auch sonst keine guten Zahlen für die Stadt vorzuweisen: Innerhalb von einem Jahr nach ihrem Amtsantritt, der unter dem Slogan „Gleichheit und Inklusion“ lief, stiegen die Mordfälle um 51%, es gab um 47% mehr Schiesserein, mit 573 Opfern, darunter 58 Minderjährige. Auch wenn Lightfoot nach den Black Lives Matter Randalen bekräftigte, sie wolle die Polizei nicht ausdünnen, kürzte sie deren Zahl, im Jahr 2020, klammheimlich um 400 Personen.

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