In einem Interview mit der „Kleinen Zeitung“ hat Christiane Druml, die Vorsitzende der sogenannten Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt, eine drastische Ausweitung der Impfpflicht für viele Berufsgruppen gefordert. So soll der umstrittene Stich für alle Angestellten im Gesundheitsbereich – Apotheker und Hebammen sind hier inkludiert – und für sogenannte körpernahe Berufe wie Kosmetikerinnen oder Friseurinnen verpflichtend werden. Auch Lehrer sollten sich laut Druml das „Jaukerl“ verpassen lassen müssen.

Von Berthold Krafft

  • Impfpflicht wird für verschiedene Berufsgruppen gefordert
  • In der Schweiz gab es mehr Grippe- als Corona-Tote
  • Drumls fachliche Qualifikation ist fragwürdig

„Ohne Impfpflicht hätten wir die Pocken Ende der 1970er Jahre nie ausgerottet“, erklärte die Karrieristin. Darum bräuchte man das jetzt auch für COVID-19. Im Gegensatz zum relativ harmlosen Corona-Virus sind die Pocken jedoch eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten überhaupt. Zudem ist der Pocken-Impfstoff konventionell und gut getestet und keine experimentelle Gen-Spritze wie die aktuellen Corona-Vakzine.

Die Ungefährlichkeit von Corona belegt eine Statistik aus der Schweiz. Die „Neue Züricher Zeitung“ veröffentlichte Zahlen, die von der Universität Lausanne erhoben wurden. Demnach habe Corona im Jahr 2020 weniger Tote gefordert als die Grippe im Jahr 2015, wo eine heftige Welle durchs Land ging.

Welche Qualifikation hat Druml?

Die biomedizinische Ethik ist eine Disziplin der Philosophie. Doch Druml hat weder Philosophie noch Medizin studiert, sondern Rechtswissenschaften. Die meiste Zeit ihres Lebens war sie auch in der Wirtschaft tätig, z. B. bei der ÖVP-nahen Creditanstalt. Dann plötzlich kam der große Karrieresprung. Seit Oktober 2015 ist Druml Direktorin der medizinischen Sammlungen des Josephinums und außerdem die Leiterin des Instituts für Ethik, Sammlungen und Geschichte der Medizin an der Medizinischen Universität Wien. Auch Geschichte hat sie nicht studiert. Wieso wurde gerade sie ausgewählt?

Dann kam gleich ein weiterer prestigeträchtiger Posten dazu. Denn seit Jänner 2016 bekam sie auch noch den UNESCO Lehrstuhl für Bioethik an der Medizinischen Universität Wien zugesprochen. Diese Berufung ist sehr ungewöhnlich, denn normalerweise sollte man promovierter Philosoph sein, wenn man ein philosophisches Fach unterrichten will. Es gibt unzählige promovierte Philosophen und Historiker, die im akademischen Bereich nicht Fuß fassen können, weil es zu wenige Jobs gibt. Viele hochqualifizierte Leute bleiben ihr Leben lang nur im akademischen Mittelbau hängen. Viel publiziert hat Druml auch nicht. Bekam sie diese Posten wirklich wegen ihrer fachlichen Qualifikation, oder wurde sie lediglich von der ÖVP hinaufgehieft?

Die Kommission ist nur Blendwerk

Überhaupt muss man eigentlich die Frage stellen, welchen Zweck diese Kommission, abseits davon, gewissen Leuten einen zusätzlichen Posten zu verschaffen, wirklich hat, denn die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Corona werden ja großteils ignoriert. Stattdessen kommt die Kommission auf wundersame Weise immer zu genau der Entscheidung, welche die Globalisten haben wollen. Offizieller Zweck der Kommission ist es, die Bundesregierung zu „beraten“. Das Ganze soll Neutralität suggerieren und, dass sich die Entscheidungen der Regierung eben auf den Rat dieser angeblichen Experten stützt. Vielmehr wird es aber wohl andersherum sein, denn es schaut eher danach aus, dass die von der Politik besetzte Kommission die Agenda der politischen Kaste pseudowissenschaftlich untermauern soll. Dass die Kommission nicht viel Ahnung von Bioethik hat, erkennt man daran, dass das oberste Prinzip der Bioethik, nämlich das, niemals zu schaden, nicht im Vordergrund zu stehen scheint. Denn ansonsten würde man bei der medizinisch nicht gebotenen, aber dafür gefährlichen Impfung nicht so Druck machen.

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