Will sich den Kurier politisch richten: die Wiener SPÖ mit SP-Wien Sprecher Raphael Sternfeld (1. v.l.)

Da ist es doch tatsächlich passiert! Die SPÖ – eine Partei, die sich sonst gerne vom Ural bis nach Südafrika für die Pressefreiheit starkmacht und diese Regel nur bricht, wenn es um den „Wochenblick“ geht, hat doch tatsächlich versucht, einen Artikel im roten Zentralorgan namens „Kurier“ zu verhindern.

Ein Kommentar von Chefredakteur Christian Seibert

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Stein des Anstoßes soll ein Artikel gewesen sein, in dem eine „Kurier“-Redakteurin einen weiteren Linksruck der „Roten“ prophezeite. Das soll SP-Wien-Sprecher Raphael Sternfeld so sauer aufgestoßen sein, dass dieser voller Wut in die Tasten klopfte und in einer E-Mail die Unterlassung einforderte. Ein Schelm, wer denken mag, dass dies zum ersten Mal vorkam. Gerade, wenn man bedenkt, dass sich der „Kurier“, dessen Leserschaft ob ihrer geringen Anzahl eigentlich gar nicht mehr Leserschaft heißen dürfte, sich zu großen Teilen von der öffentlichen Hand finanziert. Dort, wo die SPÖ an den Schalthebeln der Macht sitzt, versteht sich.

Finanzielle Vernichtung angestrebt

Deshalb könnte die schroffe Reaktion von „Kurier“-Chefredakteurin Martina Salomon gegenüber der SPÖ im Nachhinein noch zum Boomerang werden. Der Fall zeigt das Demokratieverständnis der SPÖ jedenfalls eindrücklich auf. Erwünscht ist sogar die Partei-Propaganda nur dann, wenn sie auch wirklich von oben abgesegnet wurde. Interessant ist jedoch, dass die Sozialisten immer wieder vor „FPÖ-Medien“ warnen. Sie meinen damit erfolgreiche Blätter wie den „Wochenblick“. Weil wir nicht ins Konzept passen, soll unser Medium mit allen Mitteln ausgetrocknet werden.

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