Chemiekonzerne klagen gegen Verbot von gefährlichem Bienengift
Symbolfoto Spritze: Fotolia, nullplus / Biene, Tränen: Pixabay / Bildkomposition "Wochenblick"

Die deutschen Chemieriesen Bayer und BASF sowie Syngenta aus der Schweiz klagen die EU-Kommission, weil diese 2013 teilweise den Einsatz bestimmter Pestizide verboten hat. Es drohen Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe. 

Großes Bienensterben

2008 waren in im deutschen Bundesland Baden-Württemberg Maiskörner mit einem Bayer-Pestizid behandelt worden. Das Insektengift blieb aber nicht an den Maiskörnern haften und wurde vom Wind in der ganzen Region verteilt – kurz daraufhin klagten Imker über das schlimmste Bienensterben seit Jahrzenten.

Werbung

Basis für das Verbot war ein Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) demzufolge die von den Chemiekonzernen benutzten Pflanzenschutzmittel die europäische Population der Bienen gefährden würden.

Schadensersatz für Chemiekonzern?

Die Klage wird von Mittwoch bis Freitag vom Europäischen Gericht erster Instanz in Luxemburg überprüft. Doch auch wenn das Gericht den Chemieriesen Schadenersatz zuspricht, wird der Fall wahrscheinlich vor der oberen Instanz, dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) verhandelt. Denn für beide Seiten geht es um viel.

Experten fragen sich nun, wie das Pestizid überhaupt zugelassen werden konnte, wenn es nachträglich wieder aus Umweltschutzgründen verboten wurde.

++++
Der Artikel hat für Sie wichtige Neuigkeiten enthalten? Sie wollen keine brisanten Informationen mehr verpassen? Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen NEWSLETTER!