Erst vor vier Tagen titelte die ARD-Tagesschau: „Vorbild Chile – Die Impf-Champions“. Sie lobte die „unbürokratischen Lösungen“ die laut ihr sogar dazu geführt haben sollen, dass das lateinamerikanische Land in kürzester Zeit bereits Israel in der Durchimpfungsrate überholt habe, als „Erfolgsrezept“. Bis Juni wollte das Land die Herdenimmunität erreicht haben – Doch jetzt explodieren die Corona-Infektionszahlen.

Seit 3. Februar impft Chile mit dem chinesischen Stoff „Sinovac“. Dafür zieht das Land ganz „unbürokratisch“ Pflegepersonal, Hebammen und Zahnärzte zur Verabreichung der Impfung heran, wie die ARD lobte. Mit „Niemand sticht schneller“, zeigte sich jüngst auch die Süddeutsche Zeitung ganz beeindruckt von den „Impf-Weltmeistern“. Doch nicht nur die Impfrate explodiert seit Februar in dem 18,7 Millionen Einwohner-Land. Seit 25. Februar geht auch die Kurve der Corona-Neuinfektionen – umso steiler – nach oben.

Im 7-Tages-Durchschnitt ist Chile Impf-Weltmeister:

Seit 25. Februar explodieren die bestätigten Corona-Fallzahlen in Chile:

China-Impfstoff: Schützt nicht vor Infektion

Mehr als 5 Millionen Chilenen wurden bereits geimpft. Jetzt gibt es in dem lateinamerikanischen Land 48.000 aktive Corona-Fälle. Bereits 30.000 Chilenen sollen darüber hinaus am Corona-Virus verstorben sein. Wie die Berliner Zeitung berichtet, könnte die hohe Infektionsrate daran liegen, dass der chinesische Impfstoff nur zu 50% vor einer Ansteckung schütze. War nun alles umsonst? Die Chilenen konnten es gar nicht erwarten: Sie ließen sich nicht nur in Gesundheitszentren, sondern auch in Fußballstadien und – so nebenbei auf der Durchreise – im Auto impfen!

Kein Einzelfall: Sterblichkeit steigt mit Impfungen

Wie Thorsten Wiethölter bereits aufzeigte, ist Chile jedoch kein Einzelfall. Auch in anderen Staaten mit hoher Durchimpfungsrate, in denen Impfstoffe anderer Hersteller gekauft wurden, zeigte sich mit Zunahme der Impfungen eine Erhöhung der Sterblichkeit. So zum Beispiel auch in Israel.

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