US-Multimilliardär George Soros wurde von einem chinesischen Medium als „Globaler Wirtschaftsterrorist“ bezeichnet. Dies wegen mehrmaliger Attacken in Zeitungskommentaren auf die chinesische Führung. Titel des chinesischen Kommentars auf Huanquiu: „Dieser globale Wirtschaftsterrorist starrt auf China“.   In Asien werde Soros generell als „Finanzkrokodil“ bezeichnet, heißt es u.a. Mit seiner “imperialistischen Mentalität” habe Soros Regierungen gestürzt und einfache Menschen zu Flüchtlingen gemacht – dies unter dem Banner der Demokratie.

Von Kornelia Kirchweger

  • Soros beleidigt Chinas Staatsführung 
  • Gegenattacke in Medien
  • Gefährlicher „Globaler Wirtschaftsterrorist“
  • Imperialistische Mentalität
  • Verkleideter Philantrop
  • Schandliste von Soros-Machenschaften
  • Frustration über eigenständiges China

Attacken auf China-Führung

George Soros werde in vielen Ländern als „gefährliche Person“ eingestuft und habe es jetzt auf China abgesehen. Stein des Anstoßes: Soros bezeichnete im Wall Street Journal die 1 Mrd. US-Dollar China-Investitionen der US-Investmentgesellschaft BlackRock als „tragischen Fehler“. Das gefährde die nationale Sicherheit der USA. In der Financial Times legte er nach: Investoren im China von Präsident Xi Jinping würden noch ein böses Erwachen erleben. Denn dessen Vorgehen gegen Privatunternehmen zeige, dass er keine Ahnung von Marktwirtschaft habe. Seine Politik könne „zu einem Absturz führen“. Macht- und Rechenschaftspflicht, seien in der Hand eines Mannes, nämlich von Xi, der keiner internationalen Behörde Rechenschaft schulde. Der Kommentator glaubt, Soros sei wütend auf China und auch verlegen. Denn sein Fonds habe Anfang des Jahres alle chinesischen Titel mit Verlusten abgestoßen.

Viel Geld für Human Rights Watch 

Auch die NGOs werden zerpflückt: Sie spielen eine wichtige Rolle in der „Gerüchteküche“ des Westens gegen China. Berüchtigt sei Human Rights Watch. Sie fabriziere Fake-Berichte über die Uiguren-Region Xinjiang, über „Zwangsarbeit“ und wolle eine Ermittlung der UNO. Dabei seien NGO-Chef, Kenneth Roth, und China-Direktorin Sophie Richardson, untrennbar mit der extremistischen Organisation „Weltkongress der Uiguren“ verbunden. Diese NGO habe auch bei den Unruhen in Hong Kong eine Rolle gespielt. Roth dürfe nicht mehr einreisen. Soros dirigiere all das hinter den Kulissen. Innerhalb von 10 Jahren erhielt Human Rights Watch von der Open Society Foundation 100 Mio US-Dollar. 

Wendepunkt bei WEF-Treffen in Davos

Über die Beziehung zwischen Soros und China heißt es: Er sei Anfangs nicht so feindselig gewesen. Noch 2009 habe er von der Notwendigkeit einer „Neuen Weltordnung“ gesprochen, in der China eine wichtige Rolle habe. Der Wendepunkt kam 2016. Beim Treffen der Globalisten im Weltwirtschaftsforum Davos, sagte er, China werde unweigerlich eine harte Landung erleben. Drei Jahre später schrieb er in einem Zeitungs-Kommentar: Das Interesse, China zu besiegen, sei größer als die Sorge um die nationalen Interessen der USA. Soros sei offenbar enttäuscht, dass seine Hoffnungen nicht erfüllt wurden: Denn China habe das Denkmodell der offenen Gesellschaft, bzw. der „westlichen Demokratien“ nicht übernommen.  

Indien: Unheilbare Arroganz

Beim Globalisten-Forum in Davos 2020, habe Soros dann Indien attackiert: Von dort kämen die größten Rückschläge für eine „offene Gesellschaft“. Für indische Medien sei Soros seither ein „verkleideter Philantrop mit unheilbarer Arroganz und rechthaberischem Machtdenken“. Ein damaliger Zeitungstitel lautete: „Indien muss sich vor dem globalen Wirtschaftsterroristen George Soros schützen“. Im Kommentar wird dann eine Liste von Beispielen angeführt, wo Soros Unruhe stiftete. In der Türkei gelte er als „ausländischer Verschwörer“, in Russland als „Protagonist konservativer Verschwörungstheorien“. 

Lange Liste der Schandtaten

Als Islands Premier Sigmundur David Gunlaugsson 2016 über die Panama-Papiere stürzte, habe er Soros als Drahtzieher bezeichnet. Auch die Rosenrevolution in Georgien samt Sturz des damaligen Regierungschef Eduard Schewardnadse gehe auf sein Konto. Das gleiche Drehbuch habe es bei der „Orangen Revolution“ in der Ukraine und bei der „Tulpenrevolution“ in Kirgistan gegeben. All das zeige, wie gefährlich Soros sei. Bob Dylans Sohn – Jesse Dylan – habe letztes Jahr die  Dokumentation „Soros“ veröffentlicht. Ein Interviewpartner darin: „Abgesehen von Papst John Paul II, Lech Walesa und Michail Gorbatschow, spielte Soros eine Hauptrolle beim Sturz des Kommunismus“. Im Kommentar wird auch Dennis Hast, ein Sprecher des US-Repräsentantenhauses, zitiert, der 2004 auf Fox-News gesagt haben soll: Er wisse nicht woher Soros‘ Geld komme, ob aus Übersee oder von einer Drogengruppe. Soros habe ja immer die Legalisierung von Drogen unterstützt. Auch die Washington Post wird zitiert: Soros habe das getan, was die CIA in der Vergangenheit heimlich tat – nämlich „demokratische“ Gruppen finanziell und moralisch zu unterstützen und sie im Widerstand zu trainieren – der Farbrevolution verpflichtet.

Die drei Soros-Tricks

Der Kommentator nennt dann noch die drei wichtigsten Soros-Tricks: Zuerst bringe er ein Thema in die Medien. Dann beeinflusse er über sein weltumspannendes und mit vielen Millionen US-Dollar finanziertes Medien-Netzwerk die öffentliche Meinung mit negativen und falschen Meldungen über ein Land. Zweitens: Währungsmanipulation, um den Markt zu zerstören, siehe asiatische Finanzkrise. Drittens: der Einsatz von NGOs für verdeckte Aktionen. Der jüngste Fall sei Myanmar gewesen, wo er Demonstranten über seine nationale Foundation mit viel Geld ausstattete. Auch bei der politischen Krise in Thailand, 2018, habe Soros die Fäden gezogen. 

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