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Schon wieder Wirbel um einen hochrangigen Mitarbeiter des durch Zwangsgebühren finanzierten ORF! Nach den Twitter-Skandalen von Generaldirektor Alexander Wrabetz und Aushängeschild Armin Wolf sorgt nun der ORF-Moderator Roman Rafreider für Entsetzen. Rafreider, der unter anderem als Anchorman der ZiB 20 und Moderator der ZIB 24 bekannt ist, schockte mit einem stark umstrittenen Twitter-Beitrag zahlreiche Christen.

Ein Kommentar von Online-Chefredakteur Johannes Schüller

„Witz“ zur Kreuz-Debatte?

„Schade, dass Jesus nicht mit einem Feuerlöscher erschlagen worden ist. Ein Feuerlöscher gehört in jedes Büro“, teilte Rafreider bereits Ende April ein vermeintliches „Witz“-Bildchen, das ihn deutlich zu amüsieren schien. Das Posting steht offenbar im Zusammenhang mit einem Erlass des bayerischen Ministerpräsident Markus Söder.

Söder hatte wenige Tage vor Rafreiders Skandal-Tweet einen Beschluss bekanntgegeben, laut dem in bayerischen Behörden zukünftig verbindlich Kreuze angebracht werden sollen.

„Sie sind sicher nicht ganz dicht!“

Vor das Witz-Bildchen schrieb Rafreider, öffentlich einsehbar: „Sorry, aber der muss sein“, versehen mit einem Tränen lachenden Smiley. Zahlreiche Twitter-Nutzer beruhigte diese halbherzige, vorbeugende Entschuldigung indes nicht. Sie übten an Rafreiders Tweet scharfe Kritik, nannten seinen Beitrag immer wieder „geschmacklos“.

Inzwischen hat Rafreider den zweifelsohne unterirdischen Beitrag gelöscht – doch auch nach dem Rückzieher wollte die von ihm ausgelöste Debatte nicht verstummen. „Sie sind sicher nicht ganz dicht!“, schreibt eine sichtlich erboste Nutzerin an Rafreider und konfrontiert ihn mit seinem inzwischen reumütig gelöschten Posting.


ÖVP-Mann reagiert bissig

„Nicht eine *Sekunde* wollten Sie religiöse Gefühle verletzen. Deshalb haben Sie den tweet vom 26.4. auch gelöscht. Schon am 11. Mai, wenn ich das richtig sehe“, schreibt etwa der hochrangige ÖVP-Mitarbeiter Philipp Hartig mit spürbar ironisch-bissigem Unterton.

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Ansehen des ORFs im Ausland?

Auch ein englischsprachiger, dem christlichen Glauben laut Twitter-Profil offenbar verbundener Nutzer aus der Schweiz meldet sich zu Wort und erklärt, der Tweet des ORF-Moderators stimme ihn „traurig“. Er empfinde ihn als „beleidigend“. Das Tiroler Online-Magazin „Unser Tirol“ berichtete bereits über den neuen ORF-Skandal.

Linker Migrant: „Christen beleidigt“

Spannend: Auch ein sich selbst als „Großmufti aus Wien“ bezeichnender Twitter-Nutzer mit Migrationshintergrund erklärt, dass sich Christen durch Rafreiders Tweet beleidigt gefühlt haben.

Vilimsky: „Unfassbar“

Entsetzt zeigte sich FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky. Er veröffentlichte einen Screenshot von Rafreiders Tweet und schrieb dazu: „Schier unfassbar, welchen Müll so manche ORF-Moderatoren von sich geben…“ Im „Wochenblick“-Interview sprach sich Vilimsky bereits klar für eine Abschaffung der ORF-Zwangsgebühren aus.

ORF-Moderator kritikresistent?

Rafreider selbst scheint indes wenig von seinen Kritikern zu halten. Einige Tage nach seinem Skandal-Tweet veröffentlichte er einen Beitrag, in dem er eine gemeinsame Schnittmenge von vermeintlichen „Rechtsradikalen“ und „Radikal-Katholiken“ ansprach: