In Großbritannien tobt eine Debatte über das freie Wort. Nachdem ein Kunsthistoriker an der Uni in Cambridge eine Hitler-Parodie zum Besten gab, setzte ihn die dortige Hochschülerschaft auf die „schwarze Liste“. Kult-Komiker John Cleese zog nach – und setzte sich selbst ebenfalls darauf, „bevor es ein anderer tut“.

Andrew Graham-Dixon wollte bei einer Uni-Debatte darstellen, dass schlechter Geschmack existiere. Dafür erklärte ihn die „Cambridge Union“ zur unerwünschten Person. In der darauffolgenden Woche sollte die englische Humorlegende John Cleese an gleicher Stelle auftreten – und sagte sein Kommen nun ab. Er erklärte dies damit, dass er bekanntlich „dasselbe in einer Monty-Python-Show abgezogen“ habe. Daher komme er nun seiner Ausladung zuvor. Cleese dreht gerade eine Dokumentation über die Probleme der „Woke
Culture“. Seit Jahren setzt er sich gegen politische Korrektheit ein, die seiner Ansicht nach das Kabarett tötet. Sein Weggefährte Terry Gilliam erlebte unlängst die Absage einer Theaterproduktion, weil er einen Transgender-Witz riss.

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