Der positive Corona Test des Cola-Getränks von FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz hat unerwartete Nebenwirkungen, über welche Arzt oder Apotheker im Vorfeld auch keine Informationen hätten geben können. Faktenchecker rotieren in nie geahnten Drehzahlen und versuchen die Deutungshoheit an sich zu reißen. Denn zu Corona darf es keine andere Meinung geben als jene des Mainstreams. 

Ein Kommentar von Willi Huber

So fabulierten die selbst ernannten Faktenchecker von Mimikama seitenweise über den mittlerweile über die Grenzen Österreichs berühmten Cola-Corona-Test. Dabei hatte FPÖ-Generalsekretär Schnedlitz während einer Parlamentsrede ein paar Tropfen Cola auf einen Antigentest – mutmaßlich der Firma Roche – geträufelt. Dieser zeigte innerhalb weniger Minuten ein positives Ergebnis. Die Faktenchecker mögen schon Recht haben, der Test ist natürlich nicht für Colagetränke sondern für das Mundsekret eines Menschen gemacht worden. Allerdings – O Wunder! – befindet sich im Mund eines Menschen oft auch Cola. Mittlerweile sind Versuche publik geworden, dass man auch Eistee und Apfelmus mit den Corona-Schnelltests positiv auf eine Corona-Infektion testen kann. Man will es nicht glauben, aber auch Reste von Eistee und Apfelmus können sich im Mund eines gesunden wie auch kranken Menschen finden.

Unterschiedlicher pH-Wert wäre schuld

Als Grund für das eigenwillige Testergebnis wird der so genannte pH-Wert genannt – dieser wäre bei Cola aber auch Eistee und Apfelmus weit von jenem des menschlichen Mundraums entfernt. Wir haben uns schlau gemacht – Getränke mit relativ neutralem pH-Wert wären fettarme H-Milch, Löskaffee, Babymilchprodukte und frischer Karottensaft. Die Wochenblick Redaktion hat gleich voller Vorfreude eine Mehrfachpackung Antigen-Tests bestellt und freut sich schon auf die sicher unterhaltsame Versuchsreihe.

Schnelltests in der Praxis sehr fehleranfällig

Dass die Schnelltests wohl doch nicht so fehlerfrei sind zeigte das erste „Massentest“-Wochenende in Österreich. Die meisten durch Schnelltests gewonnenen „positiv“-Befunde wurden durch die ebenso umstrittenen PCR-Tests wieder aufgehoben.

Beipackzettel erklärt Sinn und Unsinn des Tests im Detail

Als unerwartete Nebenwirkung nahm die mutmaßliche Herstellerfirma Roche gleich einmal den Beipackzettel zu den umstrittenen Antigen-Tests aus dem Netz. Mutmaßlich deshalb, weil noch nicht gesichert ist, das Schnedlitz‘ Cola-Test das selbe Testkit von Roche zum Einsatz kam, welches die Regierung für die Massentests angekauft hat. Google Cache bietet aber freundlicherweise noch eine Kopie davon an – und für den Fall des Falles hat auch Wochenblick eine Kopie gesichert. Wollte man Publicity vermeiden? Wir wissen es nicht.

Aber viele Menschen könnten nachfolgenden Text interessant finden, der im Beipackzettel des SARS-CoV-2 Rapid Antigen Test ( 9901-NCOV-01G, Roche Bestellnummer: 09327592, 09-2020 V1 ) von Roche angedruckt ist:


Eine Beurteilung der Immunantwort ist mit diesem Test nicht möglich. Hierfür sind andere
Testmethoden erforderlich. Das Testergebnis sollte nicht als alleinige Grundlage für Entscheidungen zur Behandlung bzw. Versorgung des Patienten verwendet werden. Es ist im Zusammenhang mit kürzlich erfolgten Expositionen des Patienten, dessen Anamnese sowie klinischen Anzeichen und Symptomen, die auf COVID-19 hindeuten, zu interpretieren. Ein negatives Ergebnis kann auftreten, wenn die Antigenkonzentration in einer Probe unterhalb der Nachweisgrenze (LoD) des Tests liegt oder die Probe nicht ordnungsgemäß entnommen oder transportiert wurde. Aus diesem Grund schließt ein negatives Testergebnis die Möglichkeit einer SARS-CoV-2-Infektion nicht aus. Negative Ergebnisse sollten durch Virenkultur, einen molekularen Test oder ELISA bestätigt werden, sofern dies für die Versorgung des Patienten erforderlich ist.
Positive Testergebnisse schließen die Möglichkeit von Koinfektionen mit anderen
Pathogenen nicht aus. Positive Testergebnisse differenzieren nicht zwischen SARS-CoV-2 und SARS-CoV.
• Negative Testergebnisse sind nicht dazu geeignet, Infektionen mit anderen Coronaviren zu bestätigen oder auszuschließen


„Do schau her“, sagt der gelernte Österreicher. Würden nicht ganz so mainstreamtreue Wissenschaftler solche Aussagen öffentlich tätigen, würde man sie in allen staatlich geförderten Medien denunzieren, beschimpfen und zu Verschwörungstheoretikern deklarieren.