In verschiedenen Städten fanden vergangenen Freitag europaweit große Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen statt. Diese sind nach Ansicht der Demonstranten überzogen und unangemessen. Die Zerstörung ganzer Volkswirtschaften wäre nicht hinzunehmen. Während die größte Demo in Stuttgart stattfand, haben vergleichbare Kundgebungen auch in Österreich immer mehr Zulauf.

Es wäre eine sensationslüsterne Überschrift gewesen: Im oberösterreichischen Linz gingen bereits fünfmal so viele Menschen zur Corona-Demonstration als in der Woche zuvor. Doch die Zahl ist noch nicht so berauschend, sie dürfte knapp über 100 gelegen sein. Mut ist den Personen jedenfalls nicht abzusprechen. Augenzeugen erzählen, dass anwesende Polizisten sogar Passanten rechtswidrig mit Anzeigen drohten, die im Freien keinen Mundschutz trugen.

Riesendemo in Stuttgart

In den großen deutschen Städten sieht dies schon deutlich anders aus, wobei der Zuwachs vergleichbar ist. Die meisten Menschen dürften sich in Stuttgart eingefunden haben (siehe unten), eine genaue Zahl ist nicht bekannt, sie geht aber in die Tausenden. Große Demonstrationen gab es auch in Berlin, Köln, München und anderen Städten. Dabei ist zu bemerken, dass die Polizei nur bei den kleineren Demos wie in Berlin besonders hart gegen die Teilnehmer vorgeht. In der Österreichischen Bundeshauptstadt Wien fiel die Demo hingegen noch kaum wahrnehmbar klein aus, etwas 100 Personen trafen sich am Donaukanal. Hier war in der Vorwoche deutlich mehr los.

Grüne besorgt, Verfassungsschutz befasst

Der Mainstream ist in hellem Aufruhr. „Diese Menschen haben es nicht verstanden“, titelte das Systemmedium Focus. Die Grünen sind besonders besorgt darüber, dass sich bei den Demos Menschen aller politischen Ausrichtungen und Schichten vermischen. Der Verfassungsschutz soll bemüht werden, ohne dass dabei klar gestellt wurde, welche Verfassung dabei in Deutschland eigentlich geschützt wird.

Erste Auto-Demo in Klagenfurt sehr erfolgreich

Mancherorts wählen Demonstranten den Weg, sich aus ihren Autos bemerkbar zu machen. Die größte Auto-Demo fand bereits am 1. Mai in Klagenfurt statt. Der Vorteil: Im Fahrzeug hält man die Corona-Bestimmungen der Regierung garantiert ein, niemand kann aus mangelndem Abstand einen Grund zum Einschreiten konstruieren. Und es gestaltet sich für Sicherheitskräfte deutlich komplizierter, hunderte Autofahrer zu inhaftieren und mit ihren Fahrzeugen abzutransportieren.