Die letzten Tage waren erfolgreiche für die heimischen Polizeibeamten. Denn gleich zwei rumänische Verbrechertrupps gingen nach langen und zähen Ermittlungen ins Netz der Ordnungshüter.

Diebstähle im großen Stil beging eine Bande quer durch Europa über einen längeren Zeitraum hinweg. Wie eine Polizeimitteilung herausstellt, war diese mindestens 20 Personen starke Gruppe mutmaßlich für mehre Firmeneinbrüche in Europa verantwortlich. Unter diesen befand sich auch ein Vorfall im Juni 2019 im Bezirk Urfahr-Umgebung. Dort wurden sieben Geländesportfahrzeuge bei einer Autofirma geklaut.

Sportwagendiebstähle quer durch Europa

Besonders dreist war dabei, dass ein 20-jähriger rumänischer Verdächtiger nur wenige Stunden nach dem Einbruchdiebstahl bei der tschechischen Polizei meldete, dass sein zurückgelassener Fluchtwagen gestohlen worden sei – angeblich während einer Fahrtpause auf einem Parkplatz in Tschechien.

Nach Ermittlungen des Bezirkspolizeikommandos in Urfahr-Umgebung gerieten sechs Rumänen (20 bis 36 Jahre alt) ins Visier. Mithilfe von EUROPOL konnten auch in anderen europäischen Ländern Tatorte ausgemacht werden. Für einige Bandenmitglieder klickten nach jeweiligen Einbrüchen die Handschellen, das Diebesgut konnte teilweise in der Folge sichergestellt werden.

Die Gruppe hatte sich dabei offenbar für seine Straftaten zwischen Juni und November 2019 auf den Diebstahl von Sportfahrzeugen spezialisiert. Die Verbrechen geschahen neben der Tat in Oberösterreich auch in Norddeutschland, in Ungarn, in Schweden und in Belgien.

Auch in OÖ: Corona-Betrüger festgenommen

Es war nicht die einzige derartige Festnahme zulasten rumänischer Bandenmitglieder. Denn auch in Frankenmarkt kam es zur Festnahme eines 42-jährigen Rumänen. Dieser und mehrere Komplizen sollen in Deutschland gezielt Corona-Sonderhilfen zu Unrecht beantragt haben. Mithilfe falscher Angaben sollen sie im Internet nicht weniger als 2,3 Millionen Euro ergaunert haben, wovon bereits 800.000 Euro zur Auszahlung kamen.

Auch hier machte sich eine gute Zusammenarbeit der europäischen Polizeibehörden bezahlt. Am Mittwochmorgen durchsuchten Zoll und Polizei insgesamt 15 Wohnungen in Deutschland in Köln, Bergheim, Krefeld und Essen, zudem eine Lagerhalle in Pulheim. In Österreich waren Frankenmarkt und die Landeshauptstadt Linz von Razzien betroffen. Die Ermittlungen richten sich hier gegen nicht weniger als 13 Beschuldigte.