An manchen Details lässt sich befürchten, dass uns die behauptete Corona-Pandemie noch lange Jahre begleiten wird. Inzwischen stellen große Modeketten Mund-Nasenschutz-Masken her. Seit Monaten produzieren namhafte Verlage sogar Corona-Kinderbücher. Kritiker sprechen von systematischer Gehirnwäsche. Ist diese Meinung überzogen?

Ein Kommentar von Willi Huber

Das Bildungssystem wurde von den oft willkürlich anmutenden Corona-Maßnahmen am meisten durcheinandergewirbelt. Kaum eine Lehrkraft kann den widersprüchlichen, unvollständigen und oft täglich abgeänderten Vorgaben aus den Ministerien etwas abgewinnen. Und dennoch haben sie die momentan wenig dankbare Aufgabe, mitten im Corona-Chaos nicht nur zu unterrichten, sondern die Situation auch den Kleinsten kindgerecht zu erklären.

Nun haben zahlreiche namhafte Verlage Kinderbücher herausgebracht, mit denen die Situation vermittelt werden soll. Besonders aktiv ist der Carlsen Verlag mit der bekannten Buchreihe „Conni“, den Pixi-Büchern oder dem Sachbuch „Winziges Leben“ für Kinder ab 8 Jahren. Der Tesloff-Verlag, der die berühmte Reihe „Was ist was“ herausgibt, hat dem Thema ebenso einen Band gewidmet.

„Hilfestellung für Eltern und Erzieher“

In der Lesemaus-Reihe erschien das Buch „Conni macht Mut in Zeiten von Corona“, empfohlen ab 3 Jahren. Der Klappentext gibt Auskunft: „Conni geht es gerade wie ganz vielen Kindern überall auf der Welt: Sie darf nicht in den Kindergarten, kann ihre Freunde und Freundinnen nicht treffen und nicht auf dem Spielplatz herumtoben. Schuld daran ist ein Virus namens Corona, erklären ihr Mama und Papa. Was genau es damit auf sich hat, weshalb so viele Menschen im Augenblick Mundschutz tragen und wie man sich vor Ansteckung noch schützen kann – das erklärt diese Conni-Lesemaus anschaulich und kindgerecht.“ Erklärt wird, laut Seite des Verlags: „Was ist das Virus und warum kann ich es nicht sehen? Warum muss ich Abstand zu meinen Freund*innen und Verwandten halten? Warum ist gründliches Händewaschen so wichtig? Was bedeutet Quarantäne? Und was mache ich, wenn ich mich zu Hause langweile?“

Elefantenabstand

Bundeskanzler Sebastian Kurz könnte besondere Freude am Band „Corona und der Elefantenabstand“ haben. Dieses Buch kann hier auch kostenlos heruntergeladen werden. „In Zeiten von Corona haben Kinder viele Fragen. Diese liebevoll illustrierte Pixigeschichte begleitet Familien durch eine außergewöhnliche Zeit. Sie ist mit fachlicher Beratung des Bernhard-Nocht Instituts für Tropenmedizin entstanden.“

Der beliebte Illustrator Axel Scheffler (Grüffelo) gestaltete das Buch „Coronavirus – Ein Buch für Kinder“, das im BELTZ & Gelberg Verlag erschienen ist. Darin sollen laut Verlag „fachlich fundierte Infos Kindern gut verständlich vermittelt werden – und das mit jeder Menge toller Illustrationen. Beratung hatten sie von Professor Graham Medley, Professor für Infektionsepidemiologie an der London School of Hygiene & Tropical Medicine.“

Hauptsache: Drinnen bleiben

Politisch besonders korrekt ist das Buch „Drin-Bleib-Monster“ von Sophia M. Phildius aus dem tredition-Verlag. Die dunkelhäutige kleine Alma wird darin vom Drin-Bleib-Monster belehrt, dass sie nicht einfach hinausgehen und Skaten kann. Das Buch wirkt grafisch sehr eng an die erfolgreiche Müffelmonster-Reihe von Julia Boehme angelehnt. Ob dies beabsichtigt oder genehmigt ist, konnten wir noch nicht herausfinden. Das auch online kostenlos verfügbare Buch vermittelt die Idee, dass man auch zu Hause viel Spaß haben kann. Das ist sicherlich auch richtig, auf Dauer aber weder kindgerecht noch wünschenswert. Dass Menschen, die sich nur in Innenräumen aufhalten, in der Praxis viel anfälliger auf Krankheiten sind, geht in der Debatte momentan noch völlig unter.

Ein lukratives Geschäftsmodell

Zusammengefasst ist festzustellen, dass mit dem Stichwort „Corona“ zumindest bei gutmeinenden Eltern und Großeltern gut Kasse gemacht werden kann. Oben erwähntes Pixibuch zählt zu den Pixi-Bestsellern. Conni macht Mut steht auf Platz 1 der Amazon Hitlisten in der Rubrik Allgemeinbildung. Ein Corona Regenbogen für Anna und Moritz ist auf Platz 3 in „Kinderbücher über Krankheiten“. 

Psychologen warnen vor Schäden an der Kinderseele

Ob die Inhalte immer zur beobachtbaren Realität der Corona-Krise passen, sei dahingestellt. Immer mehr Psychologen warnen vor den Schäden an den Kinderseelen, die durch die Corona-Panik angerichtet werden. Kindern wird häufig vermittelt, dass sie eine tödliche Krankheit in sich tragen und damit ihre Eltern und Großeltern gefährden oder gar umbringen könnten. Dass dies vor allem an den verletzlichsten, kleinsten Kindern nicht spurlos vorübergeht, werden auch die kommenden Jahre zeigen. Sollte sich die Corona-Hysterie auch nur in Teilen als „Hoax“ herausstellen, werden für die heute regierenden wohl irgendwann ziemlich harte Zeiten bevorstehen.