Auch dieses Wochenende fanden sich in Deutschland wieder tausende Demonstranten gegen die Corona-Maßnahmen zusammen. Obwohl der Großteil davon friedlich verlief, wartete die Polizei vielerorts mit mehreren Hundert bis sogar 1.000 Einsatzkräften auf. Es kam zu hunderten von Festnahmen. Die Zahl linker Gegendemonstranten ist deutlich gestiegen. Teilweise kam es zu Übergriffen und Prügeleien. Ein Überblick über die wichtigsten Ereignisse:

1.000 Polizisten in Berlin, hunderte Festnahmen!

In Berlin haben sich abermals hunderte Menschen zu verschiedenen Demonstrationen gegen die Corona-Regeln eingefunden. Allein auf dem Alexanderplatz sollen vier von Polizisten umringte Kundgebungen stattgefunden haben. 1.000 Polizisten sollen insgesamt für die Einhaltung der Abstandsregelungen gesorgt haben. Es kam zu 200 vorläufigen Festnahmen und Identitätsfeststellungen. Wer den Aufforderungen, den Ort zu verlassen, nicht nachkam, wurde abgeführt.

So soll Komiker Oliver Pocher nach einer Diskussion mit Vegan-Koch Attila Hildmann bei dessen Kundgebung vom Platz geleitet worden sein. Auch die DDR-Widerstandskämpferin Angelika Barbe wurde von der Polizei abgeführt.

München

In München fanden sich deutlich mehr als die 1.000 erlaubten Demonstranten auf der Theresienwiese zusammen. Viele Menschen wurden weggeschickt. Auch hier war die Polizei mit einem Großaufgebot vor Ort.

Hamburg

In Hamburg sollen 800 „linke und rechte Demonstranten“ aufeinander gestoßen sein. Es soll zunächst Wortgefechte und Prügeleien gegeben haben. Bild zufolge setzte die Polizei schließlich Tränengas gegen die Demonstranten ein. Auch hier kam es zu mehreren Festnahmen.

Stuttgart

In Stuttgart kamen erneut tausende Menschen zusammen. Da auf dem Cannstatter Wasen nur 5.000 Teilnehmer erlaubt waren, versammelten sich auch außerhalb des Geländes etliche Menschen.

In der Nacht auf Samstag war hier ein Brandanschlag auf drei Lastwagen einer Firma für Veranstaltungstechnik verübt worden: Die LKWs sollten bei der Demo gegen die Corona-Beschränkungen eingesetzt werden. Ein Anwohner soll vier vermummte Täter gesehen haben.

Köln

In Köln war eigentlich ein Stadtspaziergang mit 1.000 Personen angemeldet worden, stattdessen waren allerdings vermehrt einzelne Gruppen unterwegs. Auf dem Roncalliplatz waren 300 Demonstranten angemeldet – 200 davon Linke.

Die Aktivistin und YouTuberin Lisa Licentia wurde offenbar von der Antifa attackiert. Die Polizei soll Licentia daraufhin zu Boden gerungen haben.

Frankfurt

In der Frankfurter Innenstadt kam es ebenfalls zu einem Aufeinandertreffen der Kritiker der Maßnahmen mit linken Gegendemonstranten. Es soll jedoch vornehmlich bei verbalen Auseinandersetzungen geblieben sein.