Es ist unvorstellbar dreist. Würden wir nicht das Jahr 2020 schreiben, kein Mensch würde so eine Geschichte glauben. Uğur Şahin, Mitbegründer der Firma BioNTech, will laut Wall Street Journal den heute überall eilzugelassenen Corona-Impfstoff in nur wenigen Stunden entwickelt haben. Und dies am 25. Januar, als von einer Pandemie noch nirgendwo die Rede war. Diese wurde erst am 12. März von der WHO ausgerufen. 

Die deutsche Firma BioNTech wurde im Jahr 2008 gegründet. Der in der Türkei geborene Uğur Şahin führt seit diesem Zeitpunkt die Geschäfte. Ob das Unternehmen Biontech vor dem Geschäftsjahr 2020 je erfolgreich war, ist fraglich. Die Geschäftsberichte der letzten drei Jahre weisen riesige Verluste aus. 2017 96,61 Millionen Euro Minus, 2018 56,65 Millionen Euro Minus, 2019 200,41 Millionen Euro Minus.

Bill Gates investierte in Verlustbetrieb

In diesen Kennzahlen erkannte der US-Milliardär Bill Gates wohl besonderes Potenzial. Im September 2019 investierte er 55 Millionen Dollar in Sahins Unternehmen – mit einer Option auf insgesamt 100 Millionen Dollar. Da hatte er wohl ganz zufällig den richtigen Riecher – oder, wie kühne Denker vermuten, recht spannende Insiderinformationen über die kommende Entwicklung. Oder ist alles doch nur Zufall und der Philanthrop Gates spendet uneigennützig und ohne Hintergedanken seine Millionen an notleidende Pharmabetriebe?

Zufälle, Vorahnung oder … ?

Wenn Bill Gates und Herr Şahin eine große Gemeinsamkeit auszeichnet, dürfte dies das Supertalent der „prophetischen Vorahnung“ sein. Şahin erklärte dem Wall Street Journal, er persönlich habe den Impfstoff am 25. Januar 2020 innerhalb weniger Stunden entwickelt. Das ist dahingehend interessant, weil Sars-Cov-2 zu diesem Zeitpunkt als innerchinesisches Problem galt. Erst am 27. Januar 2020 erreichte das Virus Bayern in Deutschland. Das Gesundheitsministerium erklärte damals „Das Risiko für eine Ausbreitung des Virus in Deutschland ist aber nach wie vor gering“. Eineinhalb Monate sollten vergehen, bis am 12. März der nicht unumstrittene Direktor der maßgeblich von Bill Gates finanzierten WHO deklarierte, dass Covid-19 eine Pandemie wäre, welche die Welt bedrohe. Also deutlich nach dem Zeitpunkt, wo die eng mit Bill Gates verbundene Firma BioNTech durch glückliche und zufällige Fügung den Impfstoff nach eigener Aussage quasi schon fertig in der Schublade hatte.

Woher kam die Eingebung?

Abgesehen von der Behauptung, dafür nur wenige Stunden gebraucht zu haben: Wie kommt der Geschäftsführer eines Unternehmens, das massive dreistellige Millionenverluste einfährt, auf die Idee, zu einem Zeitpunkt einen Impfstoff zu entwickeln, wo weltweit vielleicht 10.000 „Kunden“ zu erwarten waren? Hätte er nicht aus Gründen der unternehmerischen Sorgfalt tausend andere Dinge tun müssen, um weitere Millionenverluste abzuwenden? Doch Logik scheint im Rahmen der behaupteten Corona-Pandemie kein wesentlicher Faktor zu sein.

Bei BioNTech hat man es nicht eilig, sich selbst impfen zu lassen

Richtig eilig haben es Şahin und seine Mitarbeiter aber nicht, sich impfen zu lassen. Man würde sich da ganz streng an die gesetzlichen Vorgaben halten und keine Ausnahmen machen, eine Zulassung läge ja auch noch nicht vor. Dies sagte er am 8. Dezember. Dass er in diesem Kontext auch erwähnte, „dass „keine Mitarbeiter ausfallen“ dürften, wurde in sozialen Medien vielfach in einer Weise aus dem Zusammenhang gerissen, dass der Eindruck vermittelt wurde, Sahin würde seinem eigenen Impfstoff nicht trauen und mögliche Schäden befürchten.“, berichtete epochtimes.de. Tatsächlich habe er befürchtet, dass Mitarbeiter wegen einer Corona-Infektion ausfallen könnten und Mittel und Wege gesucht, sie legal mit dem Impfstoff seiner Firma zu schützen. Am 21. Dezember, dem Tag der Zulassung, war Şahin immer noch nicht geimpft. Er wäre laut amtlichen Vorgaben eben noch nicht an der Reihe.

Ein wunderbares Weihnachtsmärchen

Uğur Şahin zählt mittlerweile zu einem der reichsten „Deutschen“. Sein Privatvermögen steigerte sich nicht zuletzt durch die in zahlreichen Ländern vorgenommene Eilzulassung des von ihm erfundenen Corona-Impfstoffes „BNT162b2auf 5 Milliarden US-Dollar. Um dieses wunderbare deutsche Weihnachtsmärchen abzurunden: Die Anschrift des Unternehmens lautet „An der Goldgrube 12“. Das passt dann auch irgendwie.