Mehrere Wochen befand sich der Bezirk Braunau unter verschärfter Corona-Kuratel. Der Sinn der Ausreisekontrollen – den Bezirk verlassen darf man nur mit gültigem 3G-Nachweis – ist mehr als zweifelhaft.

Ein Kommentar von Matthias Hellner

Hängt es doch mit der 7-Tage-Inzidenz zusammen die eigentlich laut Regierung kein Maßstab mehr sein sollte. Aber so richtig will man von dem nützlichen Zahlen-Taschenspielertrick doch nicht lassen. Aber eigentlich ging es eh nur um die Anhebung der niedrigen Impfquote. So wurde den Braunauern medial vermittelt, dass mit einer Impfquote über 50 Prozent der Spuk gleich wieder vorbei sei. „Nur 852 Impfungen könnten Braunau-Sperre aufheben“ titelte etwa das Gratisblatt „Heute“, obwohl klar war, dass diese erst bei einer Inzidenz von unter 300 enden, auch wenn die Impfquote über 50 Prozent liegt.

Zittern um Inzidenz

Doch als dieses Ziel erreicht war, spielte die Inzidenz nicht mit.  Zuerst sank die auf knapp 301,4 um dann wieder auf 308,9 anzusteigen. Die Braunauer brauchten also noch ein paar Tage Geduld oder hätten fleißig weiter impfen müssen, denn ab einer Impfquote von über 55 Prozent genügt eine Inzidenz von 400 zur Aufhebung. Fraglich bleibt allerdings die Logik, weshalb die Inzidenz mittlerweile mit der Impfquote gekoppelt ist. Umso höher die Impfquote ist, desto höher kann auch die Inzidenz sein, bevor ein Bezirk abgeriegelt wird. Doch woher sollen bei vielen Geimpften dann noch hohe Inzidenzen kommen, vorausgesetzt der „Game-Chancer“ hält das, was die Politik verspricht und was immer wieder beteuert wird. Aber jetzt ist die Wahl vorbei, also mal sehen was noch kommt.

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