Es sei „der eigenen Bevölkerung nicht vermittelbar“, erklärte die Regierung im von der Corona-Krise so hart getroffenen Italien gegenüber dem EU-Außenministerrat. Man werde deshalb keine weitere aus Seenot geretteten Migranten aufzunehmen.

Schiffbrüchige Asylwerber wolle man gar nicht mehr an Land lassen. Argumentiert wurde das damit, dass nun aufgrund der Coronavirus-Pandemie eine weitere Aufnahme von Migranten der Bevölkerung schlichtweg nicht zuzumuten wäre. Und es gebe die Sorge, dass Personen aus Afrika selbst mit dem Virus infiziert seien.

Weitere Mittelmeer-Staaten wollen folgen

Während in Österreich trotz Ausgangsbeschränkung immer mehr Berichte von neu-angekommenen Asylwerbern die Runde machen, kündigten weitere EU-Länder am Mittelmeer an, sie wollen so wie Italien handeln. Auch die ungarische Regierung sieht die Seenotrettungsmission der EU äußerst kritisch: Mit den Patrouillen der Marineschiffe direkt vor der afrikanischen Küste entstünde ein neuer Anreiz für Migranten, die Route über das Mittelmeer zu wagen.

Petition für sofortigen Grenzschutz in Österreich

Eine neue Petition, erreichbar unter www.Grenzschutz.at soll Druck auf die Regierungen ausüben, die Grenzen zu schließen.

Die Petition bittet „die Regierung die Grenze zu schützen“, um illegale Migration zu vermeiden.