Im Jahr 2017 gab es an deutschen Universitäten bereits 250 Lehrstühle für „Gender Studies“. Der Nutzen dieser Studienrichtung ist speziell jetzt in Zeiten der Krise höchst umstritten. Der Verein für Deutsche Sprache provozierte nun mit einem Posting auf Twitter, welches die reale Bedeutung der Medizin, Biologie und Chemie hervorhob.

Ein Kommentar von Willi Huber

Zu wenig Pharmazeuten

„Der Moment, in dem vielen Menschen klar wird, dass Professoren für Medizin, Biologie oder Chemie wichtiger sind als solche für „Gender Studies“!“ So weit der Text, der vom „Verein Deutsche Sprache“ in Form eines Bildsujets veröffentlicht wurde. Dass dies bei den zahlreichen linken Nutzern von Twitter für Aufregung sorgen würde, war klar.

Rechtsanwalt und Dozent Jörn Claßen legte noch eins nach: „In Deutschland haben wir 250 Lehrstühle für „Gender-Studies“, aber nur 179 Professuren für Pharmazie. Das ist so, als wenn man in einem Krankenhaus 1 Arzt und 5 Zauberer beschäftigen würde.

Wohlstandsverwahrlosung

Vielleicht bietet Corona ja tatsächlich die Chance zu einer offenen Diskussion, welchen gesellschaftlichen Sinn „Gender Studies“ wirklich haben. Manche Dinge, die man sich aufgrund von Wohlstandsverwahrlosung leisten kann, haben in einer Welt die viele um ihre Existenz kämpen lässt, wahrscheinlich keine Existenzberechtigung mehr. Es dürfte sich sehr schwierig gestalten, arbeitslos gewordenen Arbeitern und Kleinunternehmern ohne Einkommen zu erklären, weshalb weiterhin mindestens 250 Professuren für „Gender Studies“ finanziert werden, von deren Arbeit kein Kranker kuriert und kein Hungriger satt wird.