Je länger der Lockdown in den meisten europäischen Ländern andauert, umso verheerender werden seine Folgen und Nebenwirkungen. Diese dürfte die Politik selbst dann nicht ignorieren, wenn die Maßnahmen irgendetwas bringen würden. Weil dies aber nachweislich nicht der Fall ist und die Lockdowns überhaupt keinen signifikanten Einfluss aufs Infektionsgeschehen haben, sind sie sogar noch todbringender.

Das hatte im Oktober dann sogar die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingesehen: Ihr Pandemie-Delegierter David Nabarro bezeichnete Lockdowns öffentlich als gänzlich ungeeignetes Mittel, das von den Regierungen der Welt nicht mehr eingesetzt werden sollte.

Lockdowns wurden noch schärfer

Bekanntlich wollten die politischen Führer nicht hören – und wiederholten stur ihren Fehler vom Frühjahr. Wenige Wochen nach Nabarros warnenden Worten gingen auch Österreich und Deutschland in den nächsten Lockdown, der inzwischen sogar noch schärfer ist als der erste. Skrupellos nehmen die Regierenden damit ein Vielfaches an Leid, Verlusten und Toten dessen in Kauf, was den Gesellschaften durch Corona droht. Wie groß die Kollateralschäden sind, darauf wies zum Jahreswechsel der stellvertretende UN-Generalsekretär Ramesh Thakur hin. In einer Liste von „sechs Todsünden des Lockdowns“, über die natürlich nicht die Mainstreampresse, sondern nur unabhängige Medien  berichteten, stellte Thakur die schlimmsten Lockdown-Auswirkungen zusammen.

Politik ignoriert Mega-Schadfolgen

Erstens nennt er einen explosionsartigen Anstieg psychischer Erkrankungen sowie Zunahme von Suchtmittelabhängigkeit (Nikotin, Alkohol, Drogen mit sich daraus langfristig ergebenden Todesfolgen), und damit einhergehend eine massive Zunahme der Selbstmordversuche. Zweitens unzählige abgesagte und verschobene Operationen sowie Vorsorge- und Routinebehandlungen. Drittens die Folgen einer „Krankenhaus-Angst“, weil sich aus anderen Gründen (Infarkte, Schlaganfälle) akut erkrankte Menschen nicht mehr in die Kliniken trauen. Viertens das Ausbleiben von ausreichender Bewegung, Ausgleichssport und Freizeitaktivitäten durch Bewegungs- und Reisebeschränkungen. Fünftens die Vernachlässigung eines selektiven Risikogruppenschutzes als Alternative zum Lockdown, weil dieser alle Kapazitäten bündelt. Und sechstens schließlich gigantische Langzeitfolgen in der Dritten Welt, wo lockdownbedingte Unterbrechungen der Lieferketten und Ernteproduktion Millionen Tote verursachen.

Suizide des Vorjahres noch unbekannt

Wochenblick hat, um die Behauptungen gestiegener Suizidversuche zu verifizieren, eine Anfrage an die Statistik Austria gestellt. Diese wurde damit beantwortet, dass solche Daten erst Mitte des Jahres für das jeweilige Vorjahr vollständig vorlägen. Gerüchten zufolge wollen einige Abgeordnete zum Nationalrat das nicht hinnehmen und bereiten eine parlamentarische Anfrage vor, um die Daten früher zu erhalten.

Zerstörerischer Irrweg

All diese Folgen hat die Politik nicht ansatzweise auf dem Schirm. Lockdowns fordern somit mittel- bis langfristig ein Vielfaches an Menschenleben. Unterdessen ist nicht einmal klar, ob wie kurzfristig als Mittel gegen Corona Menschenleben retten. Bei alledem sind die wirtschaftlichen Schäden der Maßnahmen noch nicht einmal berücksichtigt. Kein Wunder, dass immer mehr Experten fordern, diesen zerstörerischen Irrweg endlich zu verlassen. (DM / Red.)