China blockiert Erforschung von Corona-Ursprung: Keine Visa für Forscher

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WHO-Delegation darf nicht einreisen

China blockiert Erforschung von Corona-Ursprung: Keine Visa für Forscher

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China hat einer hochrangigen 10-köpfigen WHO-Delegation, die nach monatelangen Verhandlungen den Ursprung des Corona-Virus in Wuhan untersuchen wollte, keine Visa ausgestellt. Sie mussten die geplante Reise kurzfristig abbrechen.

Von Kornelia Kirchweger

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus ist enttäuscht über die mangelnde Zusammenarbeit. China dazu: das Thema sei sehr kompliziert, man müsse entsprechende Vorkehrungen für den Besuch treffen.

China will Kontrolle über Nachforschungen

Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums sagte, China habe WHO-Experten bereits vergangenen Februar und Juli zur Ursachenforschung nach China eingeladen. Die WHO gab an, sie habe im Dezember die Erlaubnis erhalten, im Jänner 12 bis 15 Experten nach China zu entsenden. Es habe eine Diskussion über das mögliche Ausmaß der Untersuchungen und den Zugang zu relevanten Informationen gegeben. Die chinesischen Behörden wollten die Kontrolle darüber haben. Auch chinesische Wissenschaftler dürfen nur mit Genehmigung der Behörden den Ursprung des Corona-Virus erforschen.

China-Narrativ: Virus kam aus anderen Ländern

In den letzten Wochen kursierten Meldungen in chinesischen Staatsmedien,dass das Virus von anderswo ins Land gekommen sei. Es gibt auch Behauptungen, das Virus sei schon vorher in anderen Ländern zirkuliert, etwa in Italien, bevor es nach China kam. In einem wieder zurückgezogenen Bericht hieß es, die erste Übertragung auf den Menschen habe am indischen Subkontinent stattgefunden. Michael Ryan, Generaldirektor des WHO-Notfalls-Programmes, sagte im November, es sei „höchst spekulativ“ zu sagen, das Virus sei nicht von China ausgegangen.

Five-Eyes-Geheimbericht: Beweise wurden zerstört

Vergangenen Mai war ein Geheimbericht der „Five Eyes“, einem Verbund von USA, Kanada, Großbritannien, Australien und Neuseeland durchgesickert: Die regierende Kommunistische Partei Chinas (KPCh) habe Beweise für den Ausbruch des Virus zerstört, die Folge war eine massive Gefährdung anderer Länder. Die KPCh habe zudem Wistleblowing (Enthüllungs)-Ärzte „verschwinden lassen“ und Begriffe wie „unbekannte Wuhan-Lungenentzündung“, „SARS-Variante“ und „Wuhan Seafood Markt“ zensuriert, wobei sich letzterer Begriff auf den Lebend-Tier-Markt bezog, von dem das Virus laut offizieller Version Ende 2019 angeblich ausging.

China-Virologin: Virus wurde erschaffen

Vorigen September behauptete die chinesische Virologin Dr. Li-Meng Yan, das Virus sei in einem Labor von Wuhan hergestellt worden. Twitter sperrte daraufhin ihren Account und sie verlor ihren Job. In einem später vorgelegten Dossier, das mit zwei weiteren Autoren verfasst wurde, ging sie ins Detail: Dort hieß es u.a., “das Sars-CoV-2 Virus weise biologische Eigenschaften auf, die mit einem natürlichen, zoonotischen Virus unvereinbar seien“. Ein renommierter israelischer Genetiker bestätigte vergangenen Juni indirekt diese Theorie: Würde er einen Virusstamm mit höherem Infektionspotenzial für die Menschen entwickeln… würde er ihn genauso designen, sagte er.

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