Corona-Narrative in Deutschland bröckelt: Nach der Angst kommen die Fragen

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Corona-Narrative in Deutschland bröckelt: Nach der Angst kommen die Fragen

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Wenn wir davon ausgehen können, dass sich 1,5 – 3 Prozent der Bürger dieses Landes, auf die ein oder andere Art und Weise, mit der Corona-Frage auseinandergesetzt haben, dann bleiben 97 98,5 Prozent, die sich vielleicht erst jetzt die Fragen stellen, die „Schwurbler“ und „Covidioten“ bereits seit 20 Monaten stellen. Ihnen wird erst jetzt deutlich, dass weder die Maßnahmen noch die Impfungen wirken und erhebliche Kollateralschäden, insbesondere bei den besonders Schutzbedürftigen, unseren Kindern, offenbar werden.

Von Alexander Wiechert

Welche Fragen könnten sich die Bürger dieses Landes nun in der Folge des offensichtlichen Versagens der Regierung im Umgang mit Corona-Krise stellen? Welche Antworten und Möglichkeiten könnte die Bewegung der Kritiker aufzeigen? Wie könnten sie die Aufarbeitung und Aufklärung unterstützen?

Endet jetzt das Corona-Spiel?

In letzter Zeit mehren sich die Zeichen, dass wir auf ein mögliches Ende der Krise zusteuern. Selbst in den etablierten Medien tauchen jetzt immer wieder Fragen auf wie diese: „Wie kommt Lauterbach auf 500 Corona-Tote?“, von Niels Metzger in ZFD heute. Auch innerhalb der Politik ist die Lage im Zwischenmenschlichen sehr angespannt. Angesprochen auf die Kritik der FDP an Wieler, sieht sich Lauterbach in der Bundespressekonferenz zu der kurz angebundenen Aussage genötigt: „Herr Wieler hat mein volles Vertrauen. Er sitzt ja auch erneut hier“.

Eine Ahnung, eine Hoffnung liegt in der Luft. Ob sie trügerisch ist, wird sich noch zeigen müssen. Doch Vorsicht ist geboten, denn das Spiel mit Zuckerbrot und Peitsche konnte die Regierung erfolgreich trainieren in den vergangenen Monaten. Dennoch spürt man es: Die Regierung entwickelt zunehmend Furcht vor dem Bürger. Ansonsten würde sie keine Demonstrationen mit fadenscheinigen Begründungen verbieten müssen. Inzwischen kann man die Angst, vor der sich anbahnenden Welle der Aufarbeitung förmlich fühlen. Die Taktik der Politik, mit der Angst die Pandemie durch die Bevölkerung zu treiben und diese darüber zur Impfung zu „animieren“, geht nicht weiter auf. Das Impfgeschehen ist rückläufig. Selbst der zusätzlich durch 2G-Maßnahmen und Zwangsimpfungsdiskussion aufgebaute Druck hat keine zahlenmäßig erwähnenswerten Erst- oder Booster-Impfungen bewirken können.

Ein möglicher Ausstieg?

Was sichtbar fehlt ist ein Konzept, wie ein möglicher Ausstieg aus den Maßnahmen aussehen könnte. Ebenso wenig, wie ein stringenter Plan zur Handhabung des Geschehens in der Corona-Krise zu erkennen war. Wenigstens oder immerhin könnte sich die Regierung an dem Konzept jener Wissenschaftler bedienen, die sie seit 2 Jahren erfolgreich diffamiert hat. Noch sitzen Bundeskanzler Olaf Scholz und die Fraktion der Impfpflichtbefürworter in einem Zustand starrer Bewegungslosigkeit die Krise aus. Das haben vermutlich von Angela Merkel gelernt, denn das konnte man durchaus als ihre Paradedisziplin bezeichnen.

Auch in der Gerichtsbarkeit sieht es kaum besser aus. Während in Deutschland mit dem Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, eine Institution der Wächter für eine Unfehlbarkeit der Regierung installiert wurde, die erfolgreich jede Klage gegen die Maßnahmen abwehrt, stellte nun das Verfassungsgericht in unserem Nachbarland Österreich Fragen, die wohl keinem einzigen Journalisten in den vergangenen Monaten in den Sinn kamen. Es gibt viele Fragen, die in der nahen Vergangenheit nicht gestellt wurden, die jedoch dringend gestellt werden müssen. Fragen zu Nebenwirkungen und Schäden durch die Maßnahmen selbst. Fragen zu gewährten Anreizen für profitable Geschäfte an und mit der Corona-Krise. Fragen, die von „Schwurblern“ und „Covidioten“ bereits vor Monaten an die politischen Verantwortlichen gestellt und nicht beantwortet/beachtet wurden.

Was jetzt?

Wie kann die Bewegung der Kritiker, falls man diese verallgemeinernd, so nennen kann, indessen Hilfestellung geben bei der Aufarbeitung und Aufklärung? Kann und will sie das leisten? Welche Optionen bleiben noch, um aktiv den nächsten Schritt der Veränderung selbst mitzugestalten? Sollen die Kritiker politische Forderungen aufstellen? Wenn ja, welche? Wo soll man anfangen? Fragen über Fragen. Aber alles Fragen, die einer dringenden Klärung bedürfen! Denn sollten im Sommer alle Maßnahmen fallen, alle Verordnungen und Gesetze zurückgenommen werden – wer übernimmt eine Verantwortung für jene Schäden, die durch falsche Entscheidungen entstanden sind?

Wer tritt zurück oder wer kann und wird unmittelbar haftbar gemacht werden für seine Handlungen? All Jenes, was wir Bürger dieses Landes in den zurückliegenden zwei Jahren erdulden mussten, kann nicht einfach sprichwörtlich unter den Teppich gekehrt werden und weiter geht es mit dem Tagesgeschäft. Angesichts des Umfangs der Auswirkungen, den die Gesamtheit der Maßnahmen verursacht hat, ist nicht hinnehmbar. Ein solches „Dann macht mal weiter“ dürfen wir als demokratische Gesellschaft nicht akzeptieren.

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