Corona-Party: Warum nicht stattdessen bei der Ernte helfen?

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Studenten feierten in LInz

Corona-Party: Warum nicht stattdessen bei der Ernte helfen?

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Sie haben es wieder getan. Unsere heranwachsenden Eliten. Nachdem bereits am vergangenen Samstag 26 Studenten in Linz eine „Corona-Party“ steigen ließen, feierten nun 15 Studierende der JKU – trotz eindringlicher Verbote – wieder ein gemeinsames Fest.

Ein Kommentar von René Rabeder

Zu Höherem berufen?

Das ist sie also. Jene Generation, die bisher keine Gelegenheit ausgelassen hat, allen, die vor ihnen kamen, zu unterstellen, sie wären rücksichtslos und egoistisch. Das ist sie also. Jene Generation, die sich so selbstverständlich für etwas Besseres hält. Die Retter des Planeten. 32-jährige Studenten, die in ihrem Wohnheim noch einmal so richtig schön feiern wollen, bevor es für ein paar Wochen zurück in Muttis Keller geht. Bevor sie zu ihren Großeltern fahren und sich für „Geleistestes“ von diesen beschenken und bekochen lassen. Ob sie ihre Eltern oder Großeltern am Ende mit dem Corona-Virus anstecken? Ihnen doch egal. Sie sind zu Höherem berufen. Das Klima. Dem ganzen Planeten. Nein, sie haben nicht 23 Semester lang „Gender Studies“ oder Triangel gepaukt, um sich dann von einem Virus die Party versauen zu lassen. Und warum auch? Es sterben ohnehin nur die Alten. Die Schwachen. Die Umweltsäue.

Ein kleines Abenteuer hilft

„Einige wenige verkennen immer noch den Ernst der Lage. Ein derartiges Verhalten gefährdet Universitätsangehörige und auch Dritte“, schreibt die Universitätsleitung, kündigt Konsequenzen an. Ausschluss vom Studium zum Beispiel.

Ich hätte eine bessere Idee. Wenn das Leben so langweilig wird, dass man sogar die Gesundheit anderer bewusst in Gefahr bringen kann, hilft sicherlich ein kleines Abenteuer. Mindestens 5.000 Erntehelfer fehlen derzeit in Österreich. Wer auch in Zukunft frisches Obst in seinem Müsli haben will, sollte jetzt (ja, natürlich freiwillig und nicht als Strafe) aktiv werden. Bevor alles auf den Äckern verrottet.
Wenn wir die Erdäpfel, Karotten und Zwiebel nicht anbauen können, wird es im Herbst kein Essen geben, warnen Landwirte. Versuche, Arbeitslose oder gar Asylanten einzusetzen, haben bislang nicht gefruchtet. Denn, ja, Arbeiten wie das Spargelstechen sind hart und körperlich extrem anstrengend.

Aber ihr schafft das doch, oder? Euch kann nicht einmal ein Virus aus China Angst machen. Also, ihr Helden der Zukunft, ihr Party-Hengste und Stuten: An die Arbeit. Ferien im Keller sind ohnehin für Loser! Oder?  

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