Extreme Diskriminierung an Unis: „Ungeimpfte Studenten wegpfizern!“

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Jungen Menschen reicht's: Initiative „Studenten Stehen Auf“

Extreme Diskriminierung an Unis: „Ungeimpfte Studenten wegpfizern!“

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Das Corona-Regime beschränkte den Zugang zur Bildung und trieb viel junge Menschen in die Nadel. Bildung gab es überhaupt nur mehr, wenn der Gesundheitsstatus ins System passte. All die Einschränkungen und diesen enormen Druck kennen Nico Vitolo und Angelus Maximilian Faas nur zu gut. Sie gehören der Initiative „Studenten Stehen Auf“ an. Das ist ein Netzwerk für junge Menschen, die kritisch hinterfragen. Wochenblick sprach mit den beiden Wienern.

Seit mehr als zweieinhalb Jahren sind junge Menschen einem enormen Druck ausgesetzt. Den Coronazwang haben die meisten sehr leise über sich ergehen lassen. Wohl aus Angst vor Ausgrenzung, wie Nico Vitolo sagt. Auch befürchtete finanzielle Einbußen könnten ein Grund dafür sein, meint er. Für den 28-Jährigen sei es dennoch keine Option, den Mund zu halten und sich dem Zwang unterzuordnen. Sein Studium musste der Wiener auf Eis legen, weil er wegen fehlender Mund-Nasenbedeckung des Hörsaals verwiesen wurde.

Er erzählt: „Ich habe am Wiener Juridicum studiert. Auch zu Beginn der Coronazeit war ich dort noch Student. Als dann die Maskenpflicht an den Unis und eben auch in den Hörsälen eingeführt wurde, konnte ich mein Studium nicht fortsetzen. Weil ich im Hörsaal keine Maske trug, wurde ich hinausgeschmissen. Da war für mich eine rote Linie überschritten. Für mich stand fest: Ich mache da nicht mit!“

Ungeimpfte „wegpfizern“

Der ehemalige Student gehört wie fast 1000 andere junge Menschen in Österreich der Gruppe „Studenten Stehen Auf“ an. Sie sind ein Netzwerk aus kritischen jungen Menschen, die nicht davor zurückschrecken ihre Meinung zu sagen und sich klar zu positionieren. Die Initiative sei aufgrund der unverhältnismäßigen und menschenunwürdigen Corona-Maßnahmen gegründet worden. Aber auch die aktuellen Themen wie zunehmender Energie- und Versorgungsmangel, Teuerungen sowie Kaufkraftverlust werden offen angesprochen.

Auch Angelus Maximilian Faas ist einer der mutigen Studenten, die mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg halten. Der 29-jährige Wiener ist noch als Student am Wiener Juridicum aktiv. Von der ÖH (Anm. der Red.: Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft) ist er mehr als enttäuscht, sagt er ganz klar.

Die Ausgrenzung und der Impfdruck seien auch von Seiten der Studentenvertretung nicht nur befürwortet, sondern ganz klar gefordert worden. „Während der Zeit des massiven Corona-Zwangs hat sich gezeigt, dass die ÖH keine Standesvertretung für alle Studenten ist. Sie haben enormen Druck auf ungeimpfte Studenten ausgeübt. „Ungeimpfte Studenten wegpfizern!“ war einer ihrer Kampfsprüche bei einer Studenten-Demo. Die ÖH vertritt also eigentlich nur hörige Studenten, aber keinesfalls selbstdenkende, kritische Studenten.“, beschreibt Angelus Maximilian Faas den menschenverachtenden Corona-Wahnsinn.

Wochenblick berichtete immer wieder über den Widerstand von “Studenten stehen auf”:

Freier Diskurs

„Dabei sollte doch gerade die Universität ein Ort des freien wissenschaftlichen Diskurses sein. Zumindest war das früher einmal so! Doch in den letzten Jahren wurde das immer weniger. Und seit Beginn der Coronazeit fehlt die offene Debatte gänzlich“, meint er. Doch genau dahin müsse man wieder kommen, sagt der 29-Jährige. Die Universitäten müssten wieder ein Ort des freien und wissenschaftlichen Meinungsaustausches werden. „Wir stehen für einen echten, unvoreingenommenen Diskurs, für gegenseitiges Zuhören – nämlich auch bei harten Kontroversen!“, stellt Nico Vitolo klar. „Wir fordern auch, dass jeder seine Meinung im gesetzlichen Rahmen frei äußern kann, ohne diskriminiert oder diffamiert zu werden. Wir wollen einen respektvollen Umgang miteinander.“

Faas kennt das Studentenleben gut und weiß wovon er spricht. Bereits vor Beginn des Corona-Irrsinns hat er sein erstes Studium abgeschlossen und absolviert nun sein zweites Studium. Vor allem weiß er, dass der Bildungsstandard durch die geschlossenen Universitäten während der Lockdowns sehr gelitten hat: „Studenten, die genau in der Zeit zu studieren begannen, kannten die Unis nicht mal von innen. Vorlesungen wurden dann digital abgehalten. Der Lernstoff wurde dementsprechend begrenzt. Das Bildungsniveau leidet natürlich sehr, wenn sich Studenten nicht persönlich mit ihren Professoren besprechen oder sich austauschen können.“ Mit Wehmut blicke er auf die Studentenzeit ohne Masken-, Test-, und Impfzwang zurück. So lange es für ihn als Ungeimpfter möglich sei, sein Studium fortzuführen, werde es dies tun. In die Nadel lasse er sich jedenfalls nicht treiben, steht für den Wiener Studenten fest.

Für bessere Zukunft

Und so sind die beiden engagierten Wiener Teil einer mutmachenden Initiative. Sie haben eine Plattform geschaffen und wollen anderen Gleichgesinnten helfen, sich ihnen anzuschließen und sich zu vernetzen. Gemeinsam mit den anderen jungen Menschen stehen sie ein für eine bessere Zukunft. In Österreich gibt es die STAUFIS, wie sie sich nennen, seit Ende 2020. In Deutschland gründete sich die Initiative „Studenten Stehen Auf“ bereits einige Monate zuvor, erzählen die beiden Wiener: „Durch die Coronathematik hat sich in Deutschland die erste Initiative schon vorm Sommer 2020 gegründet. Wir in Österreich folgten einige Monate später. Mittlerweile befinden wir uns in einer großen Krise. Neben der Corona-Thematik haben wir mit einer Teuerungswelle und Versorgungsmangel zu kämpfen. Die Bildung darf nicht unter politischem Versagen leiden – Bildung muss leistbar bleiben!“

Die Treffen der STAUFIS fänden meist dezentral statt. Vitolo erklärt: „Unsere Mitglieder können sich in den Bundesländern vernetzen und flexibel ihre Treffen gestalten. Genau das macht uns aus. Aber trotzdem stehen wir länderübergreifend in engem Kontakt und treffen uns zu großen Demos oder Veranstaltungen entweder in Deutschland oder bei uns in Wien.“ Zu finden sind sie auf Demos, bei Spaziergängen oder eben dezentralen Vernetzungstreffen. Ihr Erkennungsmerkmal seien Banner und Plakate mit dem roten Phönix. „Auf den Demos verteilen wir Flyer und Aufkleber gegen kleine Spenden.“ Wer die „Studenten Stehen Auf“ unterstützen möchte kann dies unter hier tun.

Hier berichten die “STAUFIS” in einem Gastbeitrag über ihren Aktivismus:


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