Frühling bald verboten? Nach Aerosolen: Pollen neue “Corona-Gefahr”

Endzeitstimmung statt Frühlingsgefühlen

Frühling bald verboten? Nach Aerosolen: Pollen neue “Corona-Gefahr”

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Nachdem uns Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) gestern als erstes Regierungsmitglied offiziell wissen ließ, dass wir diesen Sommer nur als Corona-Geimpfte verreisen dürfen, warten die Regierungsmedien bereits mit den nächsten Horror-Meldungen auf. So soll uns nun auch der Frühling – genauer: der Pollen-Flug – nach den angeblichen Horror-Mutationen zum Pandemie-Verhängnis werden. 

Ein Kommentar von Bernadette Conrads

Unsere Urlaubspläne für den Sommer können wir vorerst getrost beiseite schieben: Eine Reiseplanung ist angesichts der einschränkenden Corona-Politik nicht möglich und wenn, dann müssen wir uns vorher gegen Corona impfen lassen. Natürlich nur mithilfe neuartiger mRNA-Impfungen, die zunehmend als Ursache für eine immer größer werdende Anzahl an Todesfällen in Verdacht stehen. Da kommt Stimmung auf, oder?

Doch geht es nach dem Mainstream, sollen wir uns nun auch den Frühling abschminken. Alarmierende Berichte warnen vor “Mehr Infektionen bei starkem Pollenflug” (ORF), “Pollenflug treibt Infektionszahlen nach oben” (Bild) oder auch die Wiener Zeitung: “Starker Pollenflug verursacht mehr Covid-19-Infektionen”.

Ergeben habe das eine gemeinsame Studie der Technischen Universität sowie des Helmholtz-Zentrums in München. So steige die Infektionsrate um vier Prozent durch verstärkten Pollenflug. Das ermittelten die Forscher im Zuge einer Studie anhand von 130 Regionen, auf fünf Kontinenten, in 31 Ländern. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Der Lockdown hat dabei offenbar keine Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen. So ist im ORF-Bericht zu lesen: “Die täglichen Infektionsraten korrelierten mit der Pollenzahl in Ländern mit und ohne Lockdown.”

Man würde anhand der effekthascherischen Schlagzeilen dieser Sensationsberichterstattung vermeinen, dass die Pollen nun gefährliche Transporteure des noch viel viel gefährlicheren Corona-Virus seien, ähnlich der angeblich gemeingefährlichen Aerosole, die wir nun alle mit giftigen Plastikmasken aufhalten sollen. Doch liest man weiter stellt man fest: Die Pollen haben mit dem Virus im Prinzip gar nichts zu tun.

Die Vorstellung davon, dass nun Pollen in Trojaner-Manier den Frühling in ein explosives Corona-Viren-Feuerwerk verwandeln sollen, deckt sich mit den Studienergebnissen mitnichten. Denn was die Studie in Wirklichkeit ergab ist, dass Allergiker – die nun ohnehin stärker vom Virus bedroht sind und denen darüber hinaus auch von den gängigen mRNA-Impfungen abgeraten wird – aufgrund ihrer Reaktionen auf Pollen angeschlagen und geschwächt sind. Das schadet ihren Abwehrkräften und so sind sie gefährdeter, am Corona-Virus zu erkranken. Für Menschen ohne Pollenallergie spielt die Studie also kaum eine Rolle. Die entsprechenden Artikel verfolgen wie so oft also nur das Ziel einer breiten, gesellschaftlichen Angstmache. Würde man – was ja sinnvoll wäre – Allergiker damit warnen wollen, so hätte man mit Sicherheit eine Aufmachung gewählt, die nicht suggeriert, dass die Pandemie nun durch Frühlings-Pollen stärker werde.

Da unsere Regierung ohnehin auf jede Evidenz (abseits der nicht aussagekräftigen Corona-Test-Zahlen) pfeift, sollten wir uns wohl auf weitere Verschärfungen unter dem Feigenblatt einer gemeingefährlichen Pollen-Pandemie gefasst machen.

 

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