Gecko-General: Keine weiteren Maßnahmen erforderlich

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Das Virus findet keine Nahrung mehr

Gecko-General: Keine weiteren Maßnahmen erforderlich

Am 18. Dezember 2021 fand eine Pressekonferenz zum Thema Vorstellung „Gesamtstaatliche COVID-Krisenkoordination“ (GECKO) statt. Im Bild Bundeskanzler Karl Nehammer (m.), Bundesminister Wolfgang Mückstein (2.v.l.), Bundesministerin Klaudia Tanner (2.v.r.), Chief Medical Officer Katharina Reich (l.) und Generalmajor Rudolf Striedinger (r.).
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Bundesheergeneral Rudolf Striedinger, der als Gecko-Leiter mit seinem Kampfanzug in den Krieg gegen die Corona-Pandemie zog, sieht in einem Interview im “Profil” derzeit keinen Bedarf für weitere Corona-Maßnahmen. Diese waren von einigen Experten aufgrund der hohen positiven Testzahlen gefordert worden. So etwa von der Ampelkommission, die nach den Öffnungsschritten von einer ungünstigen Entwicklung sprach.

Bekannt durch sein martialisches Auftreten bei Pressekonferenzen im Kampfanzug – und deshalb auch belächelt – sorgte Generalmajor Rudolf Striedinger nun in einem Interview für Aufsehen. Darin verteidigt er die Öffnungsschritte und erklärt, dass dem “Virus die Nahrung” ausgehe, weil es durch Infektionen und Impfungen eine gewisse Immunisierung gebe. Zudem weist er darauf hin, dass trotz hoher Zahlen die Situation stabil sei. “Eine Überlastung des Gesundheitssystems ist in keinem Bundesland absehbar”, so der General.

Wieso noch immer Masken?

Dies zeigen auch die Zahlen des Ages-Dashboard, die Auslastung auf den Intensivstationen ist auf einem gleichbleibend niedrigen Niveau unter 10 Prozent. Gemäß des großartig verkündeten Stufenplans der Regierung vom vergangenen Jahr, an den sie sich dann selbst nicht gehalten hat, wäre demzufolge auch in Supermärkten, Öffis etc. die FFP2-Maskenpflicht schon lange obsolet. Das die Pflicht dennoch bleibt, dürfte weniger medizinisch indiziert sein, vielmehr ist die Maske ein psychologisches Mittel damit die Bevölkerung die Pandemie nicht vergisst und weiter im Alarmmodus gehalten werden kann. Denn spätestens im Herbst geht es verschärft weiter.

Jeder wird jemanden kennen…

So äußerste sich auch Striedinger, dass mit Hinblick auf die Covid-Saison im Herbst eine Durchsetzung der Impfpflicht ab Sommer “als Zwangsmaßnahme denkbar” ist. Und dies werde dann auch für einen möglichen 4. Stich gelten, sofern die Gültigkeitsdauer der vorherigen drei bereits abgelaufen ist. Und das, obwohl jeder schon jemanden kennt, der trotz zwei- oder dreifacher Corona-Spritz-Theraphie einen “Impfdurchbruch” hatte. Zumal auch die bisher vorhandenen Impfstoffe wenig Wirkung – von Nebenwirkungen einmal abgesehen – gegen Omikron zeigen. Von den angekündigten Impfstoffen gegen Omikron, die bis März hätten verfügbar sein sollen, war zuletzt nicht mehr viel zu hören, vermutlich auch aufgrund der Tatsache, dass die Immunisierung mittels Infektion schneller geht als die Herstellung derselben.

Restposten gegen unbekannte neue Varianten

Für die Grippeschutzimpfung, die sich in Österreich wenig Beliebtheit erfreut, werden die Impfstoffe jedes Jahr angepasst, wobei die Zusammensetzung bis zu einem gewissen Grad einem Ratespiel gleicht, welches der richtige Impfstoff ist. Für Corona hingegen scheint man unbeirrt von Mutationen auf die millionenfach bestellten über 2 Jahre alten Restposten aus dem Impfstoffkistl zu setzen, die noch für ganz andere Varianten entwickelt wurden. Der Sinn dahinter lässt sich kaum erkennen, außer dass das Zeug endlich verbraucht gehört.

Strengere Maßnahmen gefordert

Die Aussagen Striedingers dürften allerdings nicht überall angekommen bzw. wohlwollend aufgenommen worden sein. Denn nach wie vor wird mit Horrormeldungen über Infektionszahlen versucht, die Pandemie am Leben zu erhalten. Das sich mehr als 38.000 Österreicher eine Erkältung zuziehen, war früher keine Schlagzeile wert, zumal die Hospitalisierungsraten stabil niedrig bleiben. Die Ampelkommission wird dennoch nicht müde, erneute Verschärfungen zu fordern. Untertützt wird sie dabei von der Ärztekammer, die davor warnt, dass die Betten ausgehen würden, so deren Vizepräsident Harald Mayer. Allerdings gab es auch schon andere Stimmen. So begrüßte der scheidende Ärztekammerpräsident von Tirol Artur Wechselberger Mitte Feburar die Öffnungsschritte und stellte auch die Impfpflicht in Frage. Mit Kritik sparte er auch nicht an der Bundesärztekammer und deren Vorsitzenden Thomas Sezekeres.

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