Harte Corona-Botschaft aus Tschechien

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Grenzbeschränkungen bis zu zwei Jahre

Harte Corona-Botschaft aus Tschechien

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Eine klare Ansage kommt jetzt aus Tschechien: die Grenzbeschränkungen könnten wegen der Corona-Krise bis zu zwei Jahre dauern. Man wolle zweite oder dritte Epidemie-Wellen vermeiden und dass Menschen aus Italien, Frankreich, Spanien oder Deutschland ins Land strömen. Die Tschechen sollen sich in diesem Jahr auf „Sommerferien zu Hause“ einstellen, sagte der Chef des Corona-Krisenstabes.

Ein Beitrag von Kornelia Kirchweger

In Tschechien werden internationale Reisen höchstwahrscheinlich für die nächsten ein oder zwei Jahre begrenzt sein. Die Maßnahmen werden weitgehend vom Management der Epidemie in anderen Ländern in Europa und auf der ganzen Welt abhängen. Das kündigte Roman Prymula, Chef des tschechischen Corona-Krisenstabes und Vize-Gesundheitsminister kürzlich im Fernsehen an. Prymula ist ein anerkannter Epidemiologe mit Spezialgebiet Impfungen. Mit Stand 25. März gibt es in Tschechien 1763 bestätige Corona-Infizierte und sechs Tote.

Verbesserung im Land abzusehen

Prymula geht davon aus, dass sich die Situation in Tschechien ab Mitte April verbessert. Seine Schätzungen für andere europäische Länder sind weniger optimistisch. „Dort wird es Monate und lange Monate dauern“, meinte er.

Für Tschechien wolle er zwar keinen falschen Optimismus vermitteln, er hoffe aber, dass man die Zahl der Infizierten im Land auf 10.000 halten könne. Mit bis zu 15.000 Fällen könne man effektiv arbeiten. Die bisherigen Maßnahmen Tschechiens haben sich positiv ausgewirkt. Man hoffe, die Infektions-Kurve etwas abflachen zu können. Möglicherweise könne man die Bewegungseinschränkungen im Land in den nächsten 10 Tagen etwas lockern, theoretisch in den Osterferien – sollte die Zahl der Infektionen bis Ende März nicht über 8.500 steigen.

Sperren für weitere Pendler-Grenzübergänge

Die tschechischen Grenzen wurden letzte Woche weitgehend geschlossen, mit Ausnahme des Güterverkehrs und für grenznah lebende Personen, die zur Arbeit pendeln. Sie brauchen allerdings tägliche Passierscheine. Laut Prymula soll das Pendeln über die Grenze künftig an einigen Orten verboten werden. Das werde nächste Woche bekannt gegeben.

Großlieferung von Medizin-Produkten aus China

Am Mittwoch wurden 24 Tonnen Medizin-Produkte aus China mit einer von der NATO zur Verfügung gestellten Antonov eingeflogen. Das von Tschechien gekaufte Material umfasste 52.600 Schutzanzüge, 70.900 Schutzbrillen, 250.000 Paar Handschuhe, 1,16 Mio. Atemgeräte und 8 Mio Stück Masken. Weitere Lieferungen folgen.

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