Hirnblutungen bei drei jungen Norwegern

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Wieder Aufregung nach AstraZeneca Impfung:

Hirnblutungen bei drei jungen Norwegern

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In Norwegen sind bei drei jungen Menschen Blutgerinnsel, bzw. Hirnblutungen aufgetreten, nachdem sie mit einem Imfpstoff von AstraZeneca geimpft wurden. Ob es einen Zusammenhang mit der Impfung gibt, wird nun untersucht.

Von Kornelia Kirchweger

Trotz sich häufender Komplikationen, auch hierzulande, und vorläufiger Impf-Stopps in mehreren Ländern, ist Bundeskanzler Sebastian Kurz von der Unbedenklichkeit der AstraZeneca Impfstoffes überzeugt und will sich damit impfen lassen.

Nebenwirkungen genau beobachten

Die drei Betroffenen arbeiten alle im Gesundheitsbereich. So etwas sei sehr selten, aber sehr ernst, sagte Steinar Madsen von der Arzneimittelbehörde dem Norwegischen Rundfunk NRK. Es seien zudem mehrere Fälle gemeldet worden, in denen junge Geimpfte Hautblutungen oder blaue Flecken bekommen hätten, sagte Sigurd Hortemo vom Folkehelseinstitutt. Das könnte ein Hinweis auf eine niedrige Anzahl von Blutplättchen (Thrombozyten) sein, was wiederum innere Blutungen auslösen könne.

Personen unter 50 Jahren, die in den letzten zwei Wochen mit dem AstraZeneca-Wirkstoff geimpft wurden, sind nun aufgefordert, genau auf Nebenwirkungen zu achten und bei Blutungen oder blauen Flecken zum Arzt zu gehen. In Norwegen wurden bisher 121.820 Dosen des britisch-schwedischen Impfstoffs gegen das Coronavirus verabreicht. Am Donnerstag stoppte die Gesundheitsbehörde die Vergabe des AstraZeneca-Impfstoffes, nachdem in Dänemark ein Mensch kurz nach der Impfung an einem Blutgerinnsel gestorben war. Die Dänen haben bisher aber keinen eindeutigen Zusammenhang feststellen können.

US-Behörde warnte schon im Vorjahr

In den USA wies die zuständige Behörde FDA bereits im Vorjahr – als mögliche Folge einer Covid-19-Impfung – auf die Möglichkeit einer Bluterkrankung, zusammen mit anderen schwerwiegenden Nebenwirkungen, wie dem Guillain-Barré Syndrom und Tod, hin. Tatsächlich traten, allerdings nach einer Pfizer/BioNTech-Impfung, mehrerer Dutzende Fälle von „Thrombozytopenie“ auf. Dies geht aus dem Registrierungssystem für unerwünschte Nebenwirkungen (VAERS) hervor. Bei Thrombozytopenie sinkt die Zahl der Blutblättchen (kleinste Zellen des Blutes) auf ein gefährlich niedriges Niveau – durch verminderte Bildung, gestörte Verteilung oder vermehrten Abbau. Als Folge können Spontanblutungen auftreten. Etwa Nasenbluten, Hämatome, Kapillarblutungen der Haus und Schleimhäute, Hirn-, -Magen und Darmblutungen.

Allergische Schocks jetzt anerkannt

Ganz anders sieht das die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA): Sie erklärte vor einigen Tagen, es gebe keinen Hinweis darauf, dass die Impfung diese Zustände (Blutgerinnsel) verursacht habe…sie sind bei diesem Impfstoff nicht als Nebenwirkung angeführt. Der Nutzen des Impfstoffes überwiege die Risiken, er könne weiterhin verabreicht werden. Die EMA empfahl aber, schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie) und Überempfindlichkeit in die Liste der Nebenwirkungen nach einer AstraZeneca Impfung aufzunehmen. Dieses Update beruht auf 41 Berichten über mögliche Anaphylaxie bei rund 5 Mio Impfungen in Großbritannien. Zumindest in einigen Fällen gebe es da einen Zusammenhang, glaubt man bei EMA.

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