Insolvenzwelle in Oberösterreich: “Bundesregierung erntet, was sie säte”

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Manfred Haimbuchner

Insolvenzwelle in Oberösterreich: “Bundesregierung erntet, was sie säte”

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Was Wirtschaftsexperten und Kritiker der Corona-Maßnahmen bereits seit Monaten vorhersagen, tritt jetzt ein: Die Insolvenz-und Kündigungswelle befindet sich bereits im Rollen.

Bereits zuvor waren sich Experten einig: im Herbst wird es losgehen, die Insolvenzwelle rollt, sobald die Gerichte wieder ihren Amtsbetrieb voll aufnehmen.
Jetzt zeigt sich, pünktlich, wie bestellt, dass reihenweise kleine und große Unternehmen quer durch alle Branchen Kündigungen und Insolvenzen verkünden.

Kündigungswellen in Oberösterreich

In Oberösterreich haben bereits mehrere Firmen Kündigungswellen angekündigt.
– Alleine die Firma MAN – sie hat auch einen wichtigen Standort in Steyrbaut im Zuge von Massenentlassungen insgesamt 9.500 Arbeitsplätze ab.

– Mittlerweile wurde auch bekannt, dass die Grieskirchner Brauerei – sie befindet sich im Eigentum von Marcus Mautner Markhof – die Insolvenz vorbereitet. Das oberösterreichische Traditionsunternehmen sei bereits mit den August-Löhnen für seine rund 50 Mitarbeiter säumig.

– Aus Ried im Innkreis kündigte indes der Luftfahrtzulieferer FACC bis zu 700 Stellen – coronabedingt – abzubauen.

Zombie-Unternehmen herangezüchtet

Auch für Oberösterreichs Vize-Landeschef Manfred Haimbuchner (FPÖ) kommt die Kündigungswelle nicht unerwartet. “Die Bundesregierung hat sich durch Steuerstundungen und andere aufschiebende Maßnahmen ein Bataillon von Zombie-Unternehmen herangezüchtet, die reihenweise kollabieren, sobald die Stundungen auslaufen.”, warnt dieser. Das Finanzhilfe-Versagen sorge für einen Dominoeffekt bei Insolvenzen, die Regierung würde jetzt ernten, was sie gesät hat, resümiert Haimbuchner.

Haimbuchner: ÖVP servicierte eigene Klientel statt Österreichs Unternehmen

Arbeitnehmer und Arbeitgeber müssten jetzt den Preis für die verpfuschte Auszahlung der Corona-Hilfen bezahlen, kritisiert Manfred Haimbuchner. Anstatt die Hilfen über die Finanzämter abzuwickeln, habe die ÖVP in Gedanken an die eigene Klientel die Wirtschaftskammer serviciert, um die verkrusteten Kammerstrukturen einzubetonieren und zu legitimieren. 

Manfred Haimbuchner, der im Zivilberuf Jurist ist, ärgert sich auch über das legistische Versagen in den Ministerien: “Als wäre das noch nicht genug, ergeht sich der Finanzminister Blümel jetzt lieber in einem völlig sinnbefreiten Streit mit der Europäischen Union, statt schnelle Hilfen sicherzustellen, weil sein Ministerium und er offenkundig nicht in der Lage sind, ein Formular von der Komplexität eines Erlagscheins richtig auszufüllen.”

Verfassungskonformität für Bundeskanzler nachrangig

Nicht zuletzt würde der Standort Österreich für potenzielle, investitionswillige Unternehmer durch das Regierungsversagen gefährdert werden: „Wenn wir Österreich aus dieser Krise führen wollen, müssen wir als Standort zukunftsfit und attraktiv sein. Ein Gesundheitsministerium, dessen Juristen keine einzige fehlerfreie Verordnung vorlegen können und ein Bundeskanzler, für den die Verfassungskonformität von Corona-Gesetzen laut eigener Aussage eher nachrangig ist, tragen auch bei Unternehmen zu einer Verunsicherung bei, die ich nur als grob fahrlässig bezeichnen kann.”

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