Konformität und Anpassung: Wohlgefälliges Verhalten in Corona-Zeiten

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Gruppenzwang lässt Menschen sogar die Realität verleugnen

Konformität und Anpassung: Wohlgefälliges Verhalten in Corona-Zeiten

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Konformität – hierunter versteht man die Anpassung an die Einstellung oder das Verhalten anderer – wohlgemerkt unabhängig von einer Sinnfrage oder Richtigkeit des Verhaltens. Konformität ist der Schlüssel zu sozialem Gruppenfrieden.

Wer es wagt, diesen Frieden zu stören, macht sich zum Feind der Gruppe. Dieses „feindliche Verhalten“ wird von der Gruppe mit Ausschluss oder anderen Mitteln bestraft. Im Kontext Corona werden Kritiker als Verräter gesehen, die den Gruppenfrieden stören. Wer es wagt sich der Gruppennorm zu widersetzen, wird aus der In-Group ausgeschlossen und gehört fortan zur Out-Group.

Die zweifelsfrei bewusst gesteuerte Spaltung der Gesellschaft ist ein zentrales Machtinstrument der Politik, da die In-Group-Gemeinschaft die gesellschaftliche Polizeirolle übernimmt. So wird über Nacht Denunziation praktisch zur Bürgerpflicht und die Debatte über die Einführung von Kennzeichnungen für Nicht-Geimpfte zum Chorgesang. Der Feind soll büßen.

Hoher Gruppendruck führt zu Konformität

Wie schwierig es für viele ist, sich dem Gruppendruck zu widersetzen (in dem ich zum Beispiel keine Maske – also eine billige Requisite der Pandemie-Inszenierung – trage), zeigt folgendes sozialpsychologische Experiment, das als Asch-Linien Experiment bekannt ist. Dieser Klassiker macht deutlich, wie unglaublich schwach Menschen sind, wenn es darum geht, sich gegen die Mehrheitsmeinung zu stellen. Der Psychologe Asch bat Probanden, drei unterschiedlich lange Linien mit der Vergleichslinie  zu vergleichen und zu sagen, welche der drei Linien der Vergleichslinie entspricht (siehe Grafik).

Unter Konformitätsdruck wird mitunter die falsche Linie als identisch benannt. Bild: Saul McLeod, Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Unabhängig davon, wie der Versuch aufgebaut war, änderte dies nichts an dem Ergebnis, dass es für viele leichter war, sich der offensichtlich falschen Meinung der Gruppe anzuschließen, als eine kleine Portion Mut aufzubringen, die richtige Antwort zu äußern und sich damit gegen die Gruppenmeinung zu stellen. (Eingeweihte Teilnehmer gaben absichtlich falsche Antworten und nur eine beziehungsweise zwei Personen waren echte Versuchsteilnehmer, also nicht eingeweiht).

Auch bei Corona ist Gesellschaft in der Falle gefangen

Überträgt man die Erkenntnisse auf die Corona-Situation, wird klar, wie stark die Gesellschaft in psychologischen Fallen gefangen ist. Dieses eine Beispiel genügt, um zu verstehen, warum unfassbar viele Ärzte ihre moralische und medizinische Pflicht verraten, statt sich schützend vor ihre Patienten zu stellen.

Und jetzt wird auch klar, wie unerträglich es für unzählige Polizisten sein muss, Demonstranten wie Verbrecher behandeln zu müssen, obwohl sie wissen, dass dies Menschen mit Zivilcourage sind, die sich trauen, die Wahrheit auszusprechen: „Das ist die falsche Linie“!

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